Fünf Kreuzerl - und mehr als 300 Namen auf den Wahl-Listen
Motivierte Kandidaten
Das Vorzugsstimmen-System bringt für alle Listenplätze eine theoretische Chance auf ein Mandat. Regional wurde daher intensiv wahlgekämpft. Auf den Wahlkreislisten finden sich insgesamt 335 Kandidatinnen und Kandidaten.
Muster-Stimmzettel zum „Trainieren“. Insgesamt fünf Kreuzerl können vergeben werden – eines für die Partei, vier für Vorzugsstimmen.
© Wolfgang Millendorfer
Die 300.000-Euro-Wahlkampfkosten-Obergrenze, die von der SPÖ-Mehrheit mit grüner Zustimmung noch im Vorjahr beschlossen worden war, wurde mitunter selbst zum Thema. Für die Kandidatinnen und Kandidaten gab es zusätzlich aber einen Freibetrag von jeweils 5.000 Euro pro Wahlwerber. Das machte einen individuellen Wahlkampf möglich, den nicht wenige in der Region führten.
Denn mit der neuen Wahlordnung kann es bei ausreichenden Vorzugsstimmen jeder und jede auch von hinteren Listenplätzen theoretisch in den Landtag schaffen. Zugeschnitten waren die Wahlkämpfe der sechs Parteien ganz klar auf die Spitzenkandidaten, auf die Motivation der Kandidatinnen und Kandidaten konnte man aber vor Ort zählen, wie sich auch an den zahlreichen kleineren Plakaten am Straßenrand zeigte. Der interne Wettbewerb ging je-denfalls ruhig über die Bühne.
Auf den Wahlkreislisten finden sich insgesamt 335 Kandidatinnen und Kandidaten. Die volle Anzahl an 72 Listenplätzen schöpfen SPÖ, ÖVP und FPÖ aus. Die Grünen haben in den sieben Wahlkreisen 66 Kandidatinnen und Kandidaten aufgestellt, die Liste Hausverstand 34 und die NEOS 19; die 36 möglichen Landeslisten-Plätze werden bei allen Parteien außer den NEOS (mit 17) ausgefüllt.
Die Mandate, die im Landtag vergeben werden, teilen sich nach Einwohnerzahlen auf die sieben Bezirke, also Wahlkreise, auf: Sieben Mandate sind es für die Bezirke Neusiedl am See, Eisenstadt-Umgebung (inklusive der Landeshauptstadt und Rust) sowie Oberwart, jeweils fünf für Mattersburg und Oberpullendorf, drei für Güssing und zwei für den Bezirk Jennersdorf.