Gehaltsdebatte: Im Burgenland streiken die Ärzte (noch) nicht
Nach Kärntner Warnstreik
Zwei Stunden blieben Ordinationen in Kärnten als Antwort auf den Streit mit der ÖGK geschlossen. Im Burgenland wartet man ab – und auf einen Gespächstermin.
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Es geht um die Honorare, aber nicht um überzogene Forderungen – dieser Ansicht sind neben der Ärztekammer auch Patientinnen und Patienten, die für den Warnstreik mitunter Verständnis zeigten. Seit Monaten schieben Kammer und Österreichische Gesundheitskasse einander die Schuld an der Diskussion zu. Im Burgenland ist man auch schon ungeduldig, gestreikt wird aber nicht.
Man werde noch abwarten, wie sich die Gespräche entwickeln, sagt Michael Schriefl, der als Sprecher der niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte mit Bedacht, doch bestimmt reagiert, wenn es um ÖGK-Debatten geht.
Auch zum Warnstreik in Kärnten (350 von rund 480 Ordinationen machten mit und blieben zwei Stunden geschlossen) gibt Schriefl im BVZ-Gespräch seine Einschätzung ab: Einen Schritt wie diesen setze man nicht leichtfertig, die Mediziner würden natürlich trotzdem an Patientinnen und Patienten denken: „Der Warnstreik sollte wachrütteln, ohne dass dabei Schaden droht.“
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Ob der Kärntner Streik „erfolgreich“ war, wird sich zeigen. So wie die Österreichische Ärztekammer erklärt sich auch die burgenländische solidarisch. Man sei für Verhandlungen immer bereit, aber seitens der ÖGK gebe es keine Gespräche.
ÖGK will „keine Konfrontation“ und auch verhandeln
Bei der Kasse legt man die Situation anders aus und „drängt“ die Kammer zur Wiederaufnahme der Verhandlungen. Das Ziel ist zugleich der Knackpunkt: Ein bundesweit einheitliches Modell („Gesamtvertrag“ genannt) soll faire Honorare bringen. Und das in Zeiten eines nötigen ÖGK-Sparkurses.
Die Kasse will bis Mitte 2026 „ein bundesweites Honorierungsmodell mit einheitlichen Tarifen vorlegen“. ÖGK-Obmann Andreas Huss und sein Stellvertreter Peter MacDonald betonen, dass man „konstruktiv und lösungsorientiert“ gemeinsame Herausforderungen besprechen wolle.
Man habe schon längst einen Vorschlag auf den Tisch gelegt, erinnern Burgenlands Ärzte-Vertreter, Gegenvorschlag habe es aber keinen gegeben. Und auf einen Termin warte man noch. In Kärnten brachten diese Gespräche, wie der Warnstreik zeigte, nicht das gewünschte Ergebnis.