Frauenkirchener Weingut Umathum in den Nachhaltigkeits-Top 3
„Nachhaltig Austria“
Das Weingut Mariel aus Wulkaprodersdorf und das Weingut Umathum aus Frauenkirchen erreichten die höchsten Punkte und wurden als zwei der drei nachhaltigsten Weinbaubetriebe Österreichs ausgezeichnet.
Weinbauverbands-Direktor Josef Glatt zeichnete die drei nachhaltigsten Weingüter Österreichs aus: Pepi Umathum (Weingut Umathum, Frauenkirchen), Konrad Mariel (Weingut Mariel, Wulkaprodersdorf), Lukas und Robert Waltner (Winzerhof Waltner, NÖ).
© zVg hblawo
Bei der „Nachhaltig Austria“-Zertifizierung stehen Reduktion von Treibhausgasen, Ressourcenschonung, umweltschonende Maßnahmen und Nährstoffversorgung der Rebe, sowie soziale und ökonomische Maßnahmen im Mittelpunkt. Besonders positiv werden Maßnahmen bewertet, welche auf die Förderung der Biodiversität abzielen. Dazu zählen Begrünungsmaßnahmen in den Weingärten, die Ausbringung von natürlichem Kompost, aber auch die Pflanzung von Bäumen.
„Wir haben in den letzten Jahren rund um die Weingärten über 100 Bäume gepflanzt, dazu zählen alte Sorten wie Wildkirsche, Wildapfel, Speierling oder Nuss, die den Vögeln als Nahrungsquelle dienen“, erzählen Konrad jun. und Lukas Mariel stolz der BVZ.
Auch werden erneuerbare Energien und ein guter Gebäudestandard immer wichtiger. Strom aus der eigenen PV-Anlage in Kombination mit gut gedämmten Kühlräumen verbessert die CO2 Bilanz erheblich.
Verpackung macht Hälfte des CO2-Ausstoßes aus
Die Produktion ist jedoch nur eine Seite der Medaille, denn knapp 50 Prozent des gesamten CO2-Ausstoßes einer Flasche Wein entfällt auf die Verpackung selbst, wie Flasche, Verschluss, Etikett oder Karton. Hier gibt es erhebliche Einsparungspotenziale, deshalb wurde heuer das Projekt „Mehrweg-Bouteille“ von Philipp Haderer vorgestellt. Sein Hauptziel ist die Etablierung eines österreichweiten Mehrwegsystems. Dabei sollen einheitliche Bouteillen, also 0,75-Liter-Flaschen, sowie retournierbare Kunststoff-Kisten verwendet werden.
Das System soll darauf ausgelegt sein, regionale Kreisläufe rund um leistungsfähige externe Spülzentren zu schaffen und den Vertrieb über alle Handelskanäle, einschließlich des Online-Handels, zu ermöglichen.