Siegendorf trauert um Karl Terdy
NACHRUF
Mit nur 64 Jahren ist Karl Terdy, sportlicher Leiter und engagierter Trainer, am 3. Februar überraschend verstorben. Bis zuletzt prägte er mit Herzblut seinen Heimatverein ASV Siegendorf.
© Martin Ivansich
Der ASV Siegendorf trauert um seinen langjährigen sportlichen Leiter und geschätzten Fußballkameraden Karl Terdy, der am 3. Februar im Alter von 64 Jahren völlig überraschend verstorben ist. Die Nachricht verbreitete sich blitzschnell in der Fußball-Comunity der Umgebung. Terdy war allseits geschätzt, war stets ein Sir mit Handschlagqualität.
Terdy war bis zuletzt mit vollem Engagement bei seinem Heimatverein tätig. Noch am Wochenende verkündete er nicht ohne Stolz, dass er nun den dritten Japaner nach Siegendorf geholt habe. Er schätzte die Einstellung der Japaner, ihre Liebe zum Fußball und ihren Einsatz. Das war das, was auch Terdy stets dargestellt hatte. In schwierigen Zeiten übernahm er Verantwortung, stellte Mannschaften zusammen und war stets mit Herzblut dabei. Sein Einsatz für den Verein ging weit über die organisatorische Arbeit hinaus – er prägte das Vereinsleben mit seiner Leidenschaft für den Fußball.
Karl Terdy war auch als Trainer tätig
Neben seiner Tätigkeit als sportlicher Leiter war Terdy jahrelang auch als Trainer aktiv. Stationen seiner Trainerkarriere waren unter anderem: Rohrbach, Wampersdorf, Wulkaprodersdorf, ZSP, Klingenbach oder Draßburg. Und natürlich in Siegendorf. Fußball und Familie waren immer seine Leidenschaft, die er auch an seine Söhne weitergab.
Noch nicht lange war Karl Terdy in Pension, genoss das neue Leben. Er war ein umgänglicher Mensch, der den Umgang mit seinen Mitmenschen genoss, der Kaffeehausbesuch war ein fast tägliches Ritual. Und es war eine Selbstverständlichkeit, dass er Ende Jänner beim Sportler-Gschnas dabei war, an einem großen Tisch saß mit zahlreichen Freunden und Freundinnen. Er stand mitten im Leben, nichts deutete auf schwere gesundheitliche Probleme hin. Sogar leichte Wehwehchen hatten sich gebessert, sagte er noch vor kurzem. Umso überraschender kam sein plötzlicher Tod und macht so betroffen.
Mit seinem Fachwissen, seiner Leidenschaft und seinem menschlichen Wesen hinterlässt Karl Terdy eine große Lücke beim ASV Siegendorf und darüber hinaus. Sein Heimatklub spricht den Angehörigen sein tief empfundenes Beileid aus.