Fußballakademie Burgenland: Ausgerechnet jetzt kommen die Bullen

Nachwuchsfußball

U15 und U16 gegen LASK knapp 1:2, U18 mit 1:7 unter die Räder gekommen: Am Freitag misst man sich mit Ligakrösus Salzburg. Ein Ding der Unmöglichkeit?

Dorde Duric (l.) stemmte sich vergeblich gegen die U18-Offensivwellen des LASK - Endstand 1:7.

Dorde Duric (l.) stemmte sich vergeblich gegen die U18-Offensivwellen des LASK - Endstand 1:7.

© Plattini

Freitag, 15 Uhr.Burgenland U15 - Salzburg U15, Burgenland U16 Salzburg U16; 17 Uhr:Burgenland U18 Salzburg U18.

Zwar verzeichnete U15-Trainer Patrik Bani nach der Analyse der LASK-Partie ein Chancenplus von 6:3, doch am Ende nahmen die Linzer die drei Punkte mit.

Damit liegt klar auf der Hand, warum man auch im zweiten Spiel der neuen Saison nicht anschreiben konnte. „Wir waren nicht bereit, gefährliche Aktionen mit der höchsten Dynamik sauber zu Ende zu spielen“, weiß Bani. „Vor dem gegnerischen Tor, dort fehlt es uns an der notwendigen Kaltschnäuzigkeit.“ In Sachen Körperlichkeit und der damit verbundenen Durchschlagskraft sei man „nicht weit weg“ gewesen.

Gegen die Salzburger wird man auf keinen Fall tiefer stehen und „nur“ verteidigen, sondern wiederholt auf das rasche Kombinieren über die Flügel setzen. „Wir können für eine Überraschung sorgen“, meint der Coach vor dem Duell mit dem aktuellen Tabellenführer. „Auf jeden Fall muss man aus weniger mehr machen, dann sehen wir genau, wo wir stehen.“

Ebenfalls mit 1:2 schlichen die von Trainer David Mathae gecoachten U16-Jungs vom Platz. Zuerst gab es Jubel, Nico Kovacevic brachte die Burgenländer in Führung.

„In den Umschaltmomenten agierten wir nicht entschlossen genug“, protokollierte der Coach nach dem Spiel. „Zudem haben wir uns im Spiel mit dem Ball zu viele technische Fehler erlaubt. Über weite Strecken fehlte uns der Mut, den man benötigt, wenn man auf diesem Niveau erfolgreich sein will.“

Aufrütteln und munter werden - das steht vor dem Salzburg-Match auf dem Programm. „Da muss ich schon einmal den Finger in die Wunde legen“, so Mathae weiter. „Am Freitag müssen alle über 90 Minuten an ihre Leistungsgrenze gehen.“

Einen sehr schwachen Tag erwischten die U18-Cracks, die mit 1:7 untergingen. „Bei diesem Resultat gibt es nichts zu rechtfertigen“, gibt Trainer Roman Wallner zu. Er ortete Schwächen im Zweikampf sowie im Blockverhalten. Die Linzer präsentierten sich um Klassen dynamischer und aggressiver als die Gastgeber. Dass sie kicken können, zeigten die Burgenländer viel zu selten. Der 1:2-Anschlusstreffer von Yigit Dursun entsprang einer raschen und technisch gelungenen Aktion über vier Stationen.

„Es wird nicht leichter“, so Wallner vor dem Duell mit den Jungbullen. „Das Schöne im Fußball ist aber, dass man es in der nächsten Woche besser machen kann.“ Zunächst will der Coach die sieben Trümmer aus den Köpfen bringen und seine Burschen nach einer Gegneranalyse daran erinnern, dass sie sich mehr zutrauen müssen. „Das ist alles ein Lernprozess“, meint Wallner abschließend.

U15: Burgenland - LASK 1:2 (0:1).

0:1 (19.) Baumgartner, 1:1 (46.) Konczer, 1:2 (60.) Basic.

Burgenland: Schneider (70. Fößl); Skerlan, Schapajev, Reiterer, Stadler (65. Dinic); Arslan (70. Brandic), Widder; Albert (51. Limbeck), Yavuzer (65. Kedl), Brenner (41. Konczer); Moldovan (70. Salijaj).

U16: Burgenland - LASK 1:2 (1:1).

1:0 (25.) Kovacevic, 1:1 (37.) John, 1:2 (51.) Catic.

Burgenland:Kollar; Mihalits, Lamster, Forstner, Brandstätter (60. Kandera); Wurzl (10. Wukowitsch, 71. Strubreiter), Graf, Krausl, Saraf (71. Schneider); Kovacevic, Mwari Konga (60. Sleman).

U18: Burgenland - LASK 1:7 (1:5).

0:1 (5.) Shatri, 0:2 (9.) Jakaj, 1:2 (11.) Dursun, 1:3 (15.) Teufel, 1:4 (36.) Hattinger, 1:5 (45.) Bozsoki, 1:6 (53.) Hinterreiter, 1:7 (92.) Hartl.

Burgenland:Heckermann; Hosgören (78. Weinzettl), Bruckner (46. Zimmermann), Duric (56. Pöttschacher), Lechner (78. Nunhardt); Hemmers, Morawitz (64. Wiemer), Ungerböck (46. Adler), Sinanovic; Kieras, Dursun.

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