Keine Kandidatur mehr: Reimons Abschied ist jetzt amtlich
Nationalratswahl-Listen
Die Ankündigung, nicht mehr für den Nationalrat zu kandidieren, macht der grüne Abgeordnete Michel Reimon nach fast 15 Jahren Politik wahr. Und als nächstes macht sich der frühere burgenländische Grünen-Chef in der Kommunikationsbranche selbstständig.
Michel Reimon. Der gebürtige Burgenländer war Europa-Parlamentarier und sitzt noch bis zum Herbst für die Grünen im Nationalrat. Danach geht's in die Kommunikationsbranche.
© Parlamentsdirektion, David Bohmann, David Bohmann
Wenn im Juni aus den grünen Vorwahlen die Listen zur Nationalratswahl werden, ist er nicht mehr dabei, im Herbst ist die Parlamentszeit für Michel Reimon endgültig vorbei. Das hat er angekündigt, und das ist jetzt mit Verstreichen der grünen Bewerbungsfristen auch fix.
Derzeit knüpft der gebürtige Eisenstädter, der 2014 ins Europa-Parlament und 2019 in den Nationalrat einzog, Kontakte für die Zeit nach der Politik. Dann will sich Reimon als Coach und Kommunikationsberater selbstständig machen. Ein lang gehegter Plan, der einst vom Engagement bei den burgenländischen Grünen „durchkreuzt“ wurde.
Anlässlich eines Berlin-Aufenthalts erinnerte sich Reimon jetzt daran zurück: Schon vor 15 Jahren wollte er sich als Coach und Kommunikationsberater selbstständig machen, als ihn in Berlin der Anruf der burgenländischen Grünen erreichte: Man suche einen Pressesprecher, Reimon entschied schnell.
Aus dem „Plan B“, am Tag der Wahl wieder auszusteigen, wurde nichts - aus dem Pressesprecher wurde ein Landtagsabgeordneter, Reimon war später auch Landessprecher der Grünen, bevor es ihn nach Brüssel und dann ins Parlament zog.
Nachdem er zuletzt auch die Kandidatur zur EU-Wahl abgesagt hatte, geht's für Reimon nun aber bald wirklich in die Privatwirtschaft. Irgendwie ahnt er aber auch schon, dass er irgendwann wieder einmal „politiksüchtig“ werden wird.