Natur entdecken: Kleine Kraftpakete direkt vor der Haustür

Stadtschlaining

Welche Kräuter schon im Vorfrühling wachsen und wie sie genutzt werden können, zeigte eine Führung rund um die Friedensburg Stadtschlaining. Dabei wurde deutlich, wie viel Naturwissen direkt vor der Haustür zu entdecken ist.

Als besonderes Anschauungsmaterial wurden sogenannte „Phänoscheiben“ genutzt. Mithilfe dieser Scheiben lassen sich die jahreszeitlich bedingten Entwicklungsphasen von Pflanzen und Tieren beobachten und besser verstehen.

Als besonderes Anschauungsmaterial wurden sogenannte „Phänoscheiben“ genutzt. Mithilfe dieser Scheiben lassen sich die jahreszeitlich bedingten Entwicklungsphasen von Pflanzen und Tieren beobachten und besser verstehen.

© zvg

Rund um die Friedensburg Stadtschlaining wurde sichtbar, wie früh sich die Natur bereits verändert. Bei der Kräuterführung „Nah®hafte Umgebung 2.0“ erklärten die Kräuterpädagoginnen Yvonne Klaus und Veronika Schacht, welche Pflanzen im Vorfrühling besonders interessant sind.

Fünfzehn Teilnehmer:innen wollten den Vorfrühling genauer kennenzulernen und es dauerte nur wenige Schritte, bis sichtbar wurde, wie sich die Natur auf den Frühling vorbereitet. An Sträuchern öffnen sich Knospen, in den Zweigen beginnt der Saft zu steigen und am Boden zeigen sich erste zarte Blätter.

Gerade diese frühen Pflanzen haben oft nur ein kurzes Zeitfenster, in dem sie gesammelt werden können. Manche Pflanzen speichern nach dem Winter besonders viele Inhaltsstoffe und wer sie erkennt, entdeckt am Wegesrand echte Kraftpakete.

Und natürlich ging es auch um traditionelles Wissen. Birkenblätter etwa eignen sich als Haarspülung, Rosskastanien oder Efeu können als Waschmittel verwendet werden. Aus der Waldrebe wurde früher sogar ein sogenanntes „Waschl“, ein einfacher Putzschwamm, hergestellt.

Ein Thema war auch der Umgang mit den Pflanzen. Gesammelt wird nur in kleinen Mengen. Pilze korbweise, Kräuter eine Handvoll, Knospen höchstens einen Fingerhut voll. So bleiben die Bestände erhalten.