Eine Oase für Fink und Co. in Großwarasdorf
Naturschutz-Projekt
Der Verein Okoliš Filez hat in Großwarasdorf einen Finkengarten geschaffen.
Finkengarten fertiggestellt. Madeleine Schreiber bedankte sich bei Bürgermeister Martin Karall für seine tatkräftige Unterstützung.
© Verein Okolis Filez
Durch den Verlust ihrer Lebensräume aufgrund der Intensivierung der Landwirtschaft, der Rodung von Hecken und Feldgehölzen sowie dem Rückgang von naturnahen Gärten, dem Klimawandel sowie dem Rückgang von Wildpflanzen und Semquellen durch den Einsatz von Herbiziden und Pestiziden sind Finken im Burgenland gefährdet.
Der Verein Okoliš Filez aus Nikitsch hat daher einen Finkengarten initiiert. Dabei handelt es sich um einen zirka 500 Quadratmeter großen, eingezäunten Garten, der von Andrea Schreiber zur Verfügung gestellt wurde. Auf dem Grundstück befand sich bereits ein alter Apfelbaumbestand sowie eine natürliche Grasfläche. Im vergangenen Jahr wurde die Fläche von Ziegen, die Stephanie Biricz von Glücksziege dem Verein auslieh, abgeweidet. Anschließend hatte die Gemeinde Großwarasdorf den Boden umgegraben und die Bäume vorsichtig zurückgeschnitten.
„Es wurden gezielt verschiedene Pflanzensamen ausgesät, die speziell auf die Bedürfnisse von Finken und anderen kleinen Vögeln abgestimmt sind. Damit diese Samen in Ruhe keimen und sich entfalten können, wird das Grundstück für die nächsten fünf Jahre unberührt bleiben“, schildert Madeleine Schreiber vom Verein Okoliš Filez. Zusätzlich werden die Vögel mit verschiedensten Futtersamen zugefüttert, um ihnen das ganze Jahr über Nahrung zu bieten. Zukünftig ist außerdem geplant, eine Live-Kamera zu installieren, über die man das Geschehen im Finkengarten live auf der Gemeindewebseite von Großwarasdorf verfolgen kann. Der Finkengarten kann ab sofort besichtigt werden – er befindet sich hinter der Römergasse auf dem Güterweg, also direkt hinter den Gärten.
Im Burgenland sind verschiedene Arten von Finken heimisch: der Buchfink, der Grünfink, der Stieglitz, der Girlitz, der Gimpel, der Kernbeißer, der Erlenzeisig und der Bluthänfling.
© Verein Okoliš Filez