Froschrettung: Helfer:innen gesucht
Naturschutzbund
Amphibien treten die Wanderung zu ihren Laichgewässern immer früher an. Deshalb bittet der Naturschutzbund, sich bereits JETZT für seine Froschklaub-Börse anzumelden.
Der Springfrosch ist der allererste, der aus seiner Winterstarre erwacht und sich auf den Weg zu seinem Laichgewässer macht.
© Wolfgang Schruf
Wenn sich Frösche, Kröten und Molche auf den Weg zu ihren Laichgewässern machen, ist das auch im Südburgenland eine gefährliche Reise, denn Straßen zählen zu den größten Bedrohungen für wandernde Amphibien. Der Naturschutzbund bittet daher bereits jetzt um freiwillige Helfer:innen für die heurige Froschrettungsaktionen.
Über die sogenannte Froschklaub-Börse können sich Interessierte für Einsätze anmelden. Dort sind österreichweit jene Strecken verzeichnet, an denen dringend Unterstützung benötigt wird. Mit der Anmeldung werden die gewünschten Einsatzorte und Zeiträume angegeben, alle weiteren Informationen folgen direkt über die jeweiligen Koordinatorinnen und Koordinatoren.
Ein bewährtes Instrument im Amphibienschutz ist die Zaun-Kübel-Methode. Entlang gefährlicher Straßenabschnitte werden grüne Froschzäune errichtet, hinter denen Kübel eingegraben sind. Die Tiere fallen bei ihrer Wanderung in diese Sammelstellen und werden anschließend von geschulten Helfer:innen sicher über die Straße gebracht. Dabei geht es nicht nur um das Retten einzelner Tiere: Jede Amphibie wird gezählt und bestimmt, um verlässliche Daten für den Naturschutz zu gewinnen.
Gerade in ländlichen Regionen wie dem Südburgenland ist diese Arbeit von großer Bedeutung. Viele Wanderstrecken verlaufen hier abseits großer Ortschaften, entlang wenig befahrener, aber dennoch gefährlicher Straßen. Ohne ehrenamtliche Unterstützung wären zahlreiche Schutzmaßnahmen nicht umsetzbar.
„Froschklauben ist eine wichtige und schnell realisierbare Akut-Maßnahme im Amphibienschutz. Genügend engagierte Helfer:innen sind dabei für uns und unsere Regionalkoordinatorinnen unverzichtbar“, sagt Carolina Trcka-Rojas, Leiterin des „Netzwerks Amphibienschutz“ beim Naturschutzbund Österreich.
Wer mithelfen möchte, kann sich über die Froschklaub-Börse registrieren und so einen konkreten Beitrag zum Artenschutz leisten.