Mattersburg: „Die 'grüne Achse' wird dem Namen nicht gerecht“
NEOS-Kritik
NEOS-Bezirkssprecher Robert Strnad erkennt in der Gestaltung der „grünen Achse“, nun als Jubiläumspark bezeichnet, einige Mängel: Keine Entsiegelung, fehlende Barrierefreiheit. SPÖ-Bürgermeisterin Claudia Schlager verweist auf den barrierefreien Zugang über die Schulgasse und entgegnet, dass Strnad es selbst in der Hand gehabt hätte, an dem Projekt mitzuarbeiten.
Ein Blick auf den Jubiläumspark von der Michael Kochstraße aus.
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Der Jubiläumspark, bis zur Namensgebung als „Grüne Achse“ bezeichnet, ist die erste konkrete Maßnahme für die Neugestaltung der Mattersburger Innenstadt. Im Rahmen von Workshops mit Bürgerbeteiligung wurde das Konzept für den Verbindungsweg zwischen Michael Kochstraße und Veranstaltungsplatz entworfen, am 8. September wird die Eröffnung über die Bühne gehen.
Die Art der Umsetzung kritisiert nun der Mattersburger Robert Strnad, seines Zeichens Bezirkssprecher der NEOS. „Fehlende ökologische Entscheidungen kommen uns noch teuer zu stehen. Die Aussage der Frau Bürgermeisterin, dass Fläche entsiegelt worden sei, kann ich nicht nachvollziehen. „Ein Blick auf die Luftaufnahmen des ehemaligen Objekts und des jetzigen Parks zeigt eindeutig, dass keine signifikante Entsiegelung stattgefunden hat. Es ist offensichtlich, dass wir hier keinen ökologisch wertvollen Raum geschaffen haben.“ Strnad weiters: „Die als 'grüne Achse' vorgesehene Verbindung zwischen der Michael Kochstraße und dem Veranstaltungsplatz, die nun den offiziellen Namen 'Jubiläumspark' trägt, wird ihrem verheißungsvollen Namen leider nicht gerecht. Statt eine Oase der Ruhe und Erholung zu schaffen, wurde ein weiterer städtischer Hotspot kreiert, der den Bedürfnissen der Bevölkerung nicht vollständig entspricht.“ Besonders besorgniserregend sei der fehlende barrierefreie Zugang über die Michael Kochstraße.
© NEOS
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„Dieser Mangel erfordert dringend eine Erklärung, insbesondere da Eltern mit Kinderwagen den Spielplatz nur schwer erreichen können“, betont Robert Strnad. „Ein Park, der nicht für alle Bürger zugänglich ist, erfüllt seinen Zweck nicht und bleibt hinter den Erwartungen zurück.“

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Die Planungs- und Gestaltungsprozesse, wie sie in den vier Workshops mit interessierten Bürgerinnen und Bürgern unter der Leitung von Landschaftsarchitekt Heinz Gerbl durchgeführt wurden, haben laut Strnad wichtige Aspekte wie die Barrierefreiheit und tatsächliche Entsiegelung der Fläche nicht ausreichend berücksichtigt. Obwohl der Trinkbrunnen und die Pergolen positive Elemente sind, fehle es an einer ganzheitlichen, nachhaltigen und ökologischen Lösung. „„Projekte müssen nicht nur gut gemeint, sondern auch gut gemacht sein“ „Die Gestaltung sollte auf die jetzigen Klimaverhältnisse Rücksicht nehmen, aber dies allein reicht nicht aus“, so Robert Strnad. „Wir sind der Meinung, dass diese Planung und Umsetzung deutlich zeigen, wie teuer uns das Fehlen klarer und fundierter Entscheidungen zu stehen kommt. Zukünftige Projekte müssen nicht nur gut gemeint, sondern auch gut gemacht sein, um den gewünschten positiven Effekt für unsere Stadt zu erzielen“, hält Strnad abschließend fest.

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Die Kritik kann Bürgermeisterin Claudia Schlager nicht nachvollziehen. „Die Gestaltung des Jubiläumsparks war und ist getragen von den Bürger:innen von Mattersburg. Der barrierefreie Zugang ist selbstverständlich weiterhin über die Schulgasse gegeben“, erklärt Schlager. „Nationalratswahlkampf hat mit der Stadtgemeinde nichts zu tun“ „Über die Aussage Strnads, dass dies deutlich zeige, 'wie teuer uns das Fehlen klarer und fundierter Entscheidungen zu stehen kommt', muss ich mich sehr wundern. Denn Herr Strnad hätte es selbst in der Hand gehabt, an dem Projekt mitzuarbeiten und zu 'klaren und fundierten Entscheidungen' beizutragen. Und zwar als Bürger unserer Stadt im Rahmen der Workshops, an denen er nicht mitgewirkt hat. Im Nachhinein ist es einfach, zu kritisieren.“ Laut Schlager hat man äußerst positive Rückmeldungen zu dem gemeinsam mit dem Bürger:innen entwickelten und gestalteten Park bekommen. „Wir freuen uns nun auf eine schöne Eröffnungszeremonie am 8. September, wo wir zugleich 100 Jahre Namensänderung von MattersDORF auf MattersBURG feiern werden. Ich lade alle - auch Herrn Strnad - sehr herzlich dazu ein“, so Schlager. „Abschließend darf ich Herrn Strnad darauf aufmerksam machen, dass der Nationalratswahlkampf mit der Stadtgemeinde Mattersburg eigentlich nichts zu hat. Die nächsten Gemeinderatswahlen finden erst in knapp drei Jahren statt.“