Apetlon als Speichervorreiter im Burgenland

Neuartige Salzspeicher

Im Apetloner Gemeindeamt wurde am Mittwoch der erste Salzspeicher des Burgenlands präsentiert.

Landeshauptmannstellvertreterin Anja Haider-Wallner, Landeshauptmann Hans Peter Doskozil, Vorstandsvorsitzender Burgenland Energie Stephan Sharma und Apetlons Bürgermeisterin Silvia Pitzl mit dem neuartigen Salzspeicher.

Landeshauptmannstellvertreterin Anja Haider-Wallner, Landeshauptmann Hans Peter Doskozil, Vorstandsvorsitzender Burgenland Energie Stephan Sharma und Apetlons Bürgermeisterin Silvia Pitzl mit dem neuartigen Salzspeicher.

© Klaus Zwinger

Das Burgenland will bis 2030 eine der ersten Regionen der Welt sein, die energieunabhängig und bilanziell klimaneutral ist. Dafür sollen einerseits der Ausbau von Wind- und Photovoltaikanlagen und andererseits auch neuartige Technologien sorgen.

Letztere wurden am Mittwoch von Landeshauptmann Hans Peter Doskozil, Landeshauptmannstellvertreterin Anja Haider-Wallner, dem Vorstandsvorsitzenden der Burgenland Energie Stephan Sharma und Apetlons Bürgermeisterin Silvia Pitzl mit einemneuartigen Salzspeicher im Apetloner Gemeindeamt präsentiert. Mit diesen wird künftig sauber Energie gespeichert werden. Haider-Wallner betonte, dass so die Energieunabhängigkeit in den Gemeinden und auch bei den Privaten vorangetrieben werde.

„Was heute in Apetlon beginnt, kann morgen in vielen Gemeinden und in vielen Haushalten möglich sein. Günstige und saubere Energie aus Wind- und Sonnenkraft umweltfreundlich zu speichern: die Gemeinden profitieren von niedrigen Kosten und auch viele Haushalte im Burgenland können sich damit unabhängig machen von den Schwankungen auf den Energiemärkten.“ In den letzten Wochen wurden im Apetloner Gemeindeamt Salzspeicher mit einer blackout-sicheren Notstromfunktion sowie eine Photovoltaikanlage auf dem Dach errichtet.

Apetlon als Speichervorreiter im Burgenland

© Klaus Zwinger

Insgesamt werden in Apetlon 19 Projekte von der Dach-Photovoltaik über den Speicher mit Notstromfunktion, Luftwärmepumpen, Ladestationen für die Elektro-Mobilität bis zum Wechsel der Straßenbeleuchtung auf LED umgesetzt, womit nachhaltig die Stromkosten durch die Eigenproduktion gesenkt werden können.

Start der Speicherausbau-Phase

„Nach der Windphase und der Photovoltaikphase starten wir im Burgenland jetzt die dritte Phase: Den Speicherausbau. Um ein nachhaltiges, sicheres und leistbares Energiesystem für unser Burgenland für Generationen zu gewährleisten“, so Stephan Sharma, CEO der Burgenland Energie.

Der Salzspeicher im Apetloner Gemeindeamt hat ein Speichervolumen von 20 Kilowattstunden. Er speichert den Sonnenstrom für die Abendstunden und für eventuelle Krisensituationen. Der Gemeinde fallen keine Investitionskosten an, sondern der Speicher und die Anlagen werden über das Gemeindepaket der Burgenland Energie realisiert und gehen nach einer gewissen Zeit ins Eigentum der Gemeinde über. Damit soll es schon im ersten Jahr eine beträchtlichen Energiekosten-Einsparung für die Gemeindekassa geben.

Umsetzung von acht Speicherprojekten in den nächsten Monaten

Mit dem Projekt in Apetlon fällt auch der Startschuss für die gesamte Speicherstrategie der Burgenland Energie. In den nächsten Monaten sollen im gesamten Burgenland acht große Speicherprojekte für Wind- und Sonnenstrom umgesetzt werden. Mit einer Gesamtleistung von 160 Megawatt und einem Speichervolumen von 480 Megawattstunden sind das die größten Batteriespeicherprojekte Österreichs. Das Gesamtinvestitionsvolumen beläuft sich auf circa 100 Millionen Euro.