Pacht der Seekantine für zehn Jahre an Franz Schober vergeben
Neudörfler Badesee
Der Neubau der Seekantine sowie des Eingangsbereichs am Badesee in Neudörfl schreitet rasch voran. Bei der Gemeinderatssitzung am Donnerstag wurden zudem, was die Verpachtung der Seekantine betrifft, Nägel mit Köpfen gemacht: Mit der Schober & Schober GnbR wurde ein Vertrag bis 2035 abgeschlossen.
Der Bau der Seekantine am Neudörfler Badesee schreitet nach Plan voran. Mittlerweile ist auch das Dach fertiggestellt und der Innenausbau hat begonnen. Einer Eröffnung der Badesaison am 9. Mai mit einer neu gestalteten Seekantine „Taverna Giovanni“ von Franz Schober steht somit voraussichtlich nichts mehr im Wege.
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Franz Schober vom Sportcafé Schober führt seit drei Jahren die Seekantine „Taverna Giovanni“ am Neudörfler Badesee. Bisher wurde die Pacht im gemeinsamen Einverständnis mit der Gemeinde stets als Provisorium für eine Saison vergeben, da bei der ursprünglichen Pachtvergabe bereits feststand, dass der Kantinenbereich nicht mehr den gesetzlichen baulichen Anforderungen entspricht und deshalb Änderungen nötig sind. Diesem Umstand wird aktuell mit einem Neubau Rechnung getragen. Finanziert wird aus den sogenannten KIG-Mittel (Kommunales Investitionsgesetz) vom Bund, deren Verwendung inzwischen keine Co-Finanzierung von Seiten der Gemeinden mehr vorsieht.
Gemeinde und Franz Schober einigten sich auf eine Verdopplung des Pachtzinses
Durch den Neubau der Kantine wird nicht zuletzt auch für Franz Schober Planungssicherheit hergestellt, weshalb er sich nun mit der Gemeinde, die als Verpächterin auftritt, auf einen zehnjährigen Vertrag einigen konnte. Der Pachtzins wurde mit einer Summe von 4.800 Euro Netto (zuzüglich Umsatzsteuer) festgesetzt. Bisher betrug der Pachtzins rund 2.400 Euro, was aktuell auf eine Verdopplung hinausläuft. Zur Abgeltung der Inflation ist eine jährliche Wertsicherung auf Basis des VKIs (Verein für Konsumenteninformation) aus dem Jahr 2020 vorgesehen. Der Antrag, die Pacht an die Schober & Schober GmbR zu vergeben wurde einstimmig beschlossen.

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ÖVP-Gemeinderat Roman Zenz stellte während der Gemeinderatssitzung die Frage, ob nicht eine neuerliche Ausschreibung der Seekantine für Interessenten vorzunehmen sei. Bürgermeister Dieter Posch stellte klar, dass die ursprüngliche Ausschreibung, bei der sich Franz Schober gegen mehrere Bewerber durchgesetzt hatte, bereits auf die Vertragsdauer von zehn Jahren angelegt war. Da es damals allerdings noch diese Unsicherheit betreffend baulicher Maßnahmen gab, hatte man sich zunächst auf das einjährige Provisorium verständigt, das erneut verlängert wurde. Eine neuerliche Ausschreibung sei deshalb nicht notwendig.
„Es freut uns, dass wir das langfristige Vertrauen bekommen haben“
„Nachdem mit Herrn Bürgermeister Posch Einigkeit über den neuen Pachtvertrag erzielt wurde und der Gemeinderat zugestimmt hat, freut es uns, das Sportcafé Schober, dass wir nun das langfristige Vertrauen als Pächter der Seetaverna Giovanni bekommen haben. Da der Neubau der Taverna riesen Schritte macht, schauen unsere langjährigen Mitarbeiter/innen gespannt auf die Eröffnung der neuen Badesaison am 9. Mai voraus“, zeigt sich Franz Schober erfreut über den Gang der Dinge.
Die Esterhazy Privatstiftung, die den Badesee an die Gemeinde verpachtet, hat weiters angeboten, das Grundstück, das vor dem Badesee üblicherweise als Parkplatz genutzt wird, mit einer Größe von 832 m² an die Gemeinde zu einem jährlichen Bestandszins von 500 Euro zu vermieten.
Ergänzungsvereinbarung mit Esterhazy beschlossen: „Darauf bin ich sehr stolz“
In Verhandlungen mit der Esterhazy Privatstiftung konnte zusätzlich eine weitere Ergänzungsvereinbarung getroffen werden, auf die Bürgermeister Dieter Posch, wie er dem Gemeinderat berichtet, „sehr stolz“ ist. Für den Fall einer Nichtverlängerung des Pachtvertrags des Badesees mit der Gemeinde Neudörfl, der noch bis 2035 läuft, verpflichtet sich die Esterhazy Privatstiftung, das Kantinengebäude der Gemeinde abzulösen. „Ich glaube, dass das ein sehr gutes und faires Verhandlungsergebnis ist“, gab der Bürgermeister bei der Sitzung zu Protokoll. Auch dieser Antrag wurde einstimmig angenommen.