Neusiedl am See wächst weiter: neue Bewohner, neue Wohnsiedlung
Neues Bauprojekt
Bürgermeisterin Elisabeth Böhm lud neu zugezogene Bürgerinnen und Bürger zu einem Begrüßungsabend ins Rathaus ein. Die Veranstaltung verband persönliche Begegnungen mit Informationen zum Leben in der Stadt. Neusiedl am See darf jährlich rund 200 Zuzügler willkommen heißen. Die Stadt wächst seit Jahren rasant und hat Ende 2023 bereits die Marke von 9.000 Hauptwohnsitzen überschritten.
Willkommen in Neusiedl am See: Empfang für neue Bürgerinnen und Bürger
© Stadtgemeinde Neusiedl am See
Begegnung im Rathausinnenhof
Erst kürzlich lud die Stadtgemeinde Neusiedl am See alle neu zugezogenen Einwohnerinnen und Einwohner zu einem Begrüßungsabend in den Innenhof des Rathauses ein. In entspannter Atmosphäre führten die Gäste erste Gespräche, knüpften Kontakte und erhielten kleine Aufmerksamkeiten in Form von Gutscheinen und Präsenten aus regionalen Betrieben, Vereinen und Gastronomien. Bürgermeisterin LAbg. Elisabeth Böhm betonte: „Es ist mir wichtig, mich allen Neusiedlerinnen und Neusiedlern vorzustellen und ihnen die Aufgaben und Tätigkeiten der Stadtgemeinde Neusiedl am See näherzubringen. Ein erstes, entspanntes Kennenlernen schafft eine angenehme Basis, um gut in der neuen Heimat anzukommen und sich rasch wohlzufühlen.“
Rasantes Wachstum der Stadt
Neusiedl am See bleibt als Wohnort besonders gefragt. Jährlich entscheiden sich rund 200 Menschen für einen Hauptwohnsitz in der Bezirkshauptstadt. Im November 2023 überschritt die Stadt die 9.000er-Marke, hinzu kommen rund 1.850 Nebenwohnsitze. Damit ist Neusiedl am See nach Eisenstadt die zweitgrößte Stadt im Burgenland. Für Zuzüglerinnen und Zuzügler spielen die zentrale Lage, das Freizeitangebot, zahlreiche Schulen und eine hohe Lebensqualität eine wichtige Rolle.
Neue Wohnsiedlung am Kräftenweg
Um der hohen Nachfrage gerecht zu werden, errichtet etwa die Eisenstädter Bau-, Wohn- und Siedlungsgenossenschaft (EBSG) derzeit eine große Wohnsiedlung, geplant vom Neusiedler Architekturbüro Halbritter & Hillerbrand ZT GMBH. Die Baustelle am Kräftenweg 43 ist derzeit sicher eine der größten in der Region: Die Wohnanlage am Tabor umfasst ein Doppelreihenhaus, 52 Maisonetten und 55 Wohnungen.
Infrastruktur am Limit
Das schnelle Wachstum stellt die Stadtgemeinde allerdings auch vor große Aufgaben. Die Instandhaltung und Erweiterung von Infrastruktur wie Straßen, Kanal, Straßenbeleuchtung, Kindergärten, Schulen, Feuerwehr und Freizeiteinrichtungen erfordert laufend Investitionen. Erst 2022 wurde ein neuer Kindergarten eröffnet und im Mai dieses Jahres feierte die Freiwillige Feuerwehr einen großen Zubau ihrer Gebäudes. Doch in den kommenden Jahren sind weitere Ausbauten notwendig. Besonders die Volksschule „Am Tabor“ stößt mit zwölf Klassen bereits an räumliche Grenzen. Ein Neubau gilt als zentrales Projekt für die nächsten Jahre.
Blick in die Zukunft
Eine Trendumkehr ist nicht in Sicht. „Sollte der Zuzug in gleicher Weise voranschreiten wie bis dato, könnten wir die 10.000er-Marke in etwa fünf Jahren erreichen“, erklärte Bürgermeisterin Böhm bereits Anfang 2024. Um das Wachstum zu steuern, setzt die Stadt auf neue Teilbebauungspläne. Künftige Bauprojekte sollen vor allem in bestehenden Siedlungsgebieten realisiert werden, um eine maßvolle Entwicklung sicherzustellen.