Bis zu 10 Windräder in Frankenau in Planung

Neuer Windpark

Der Gemeinderat ebnete den Weg für die Errichtung von bis zu zehn Windrädern.

Bis zu 10 Windräder in Frankenau in Planung

© Shutterstock/Jacob Haskew, Jacob Haskew

Im Rahmen seiner letzten Sitzung befasste sich der Gemeinderat unter anderem mit dem Punkt „Vorstellung des Projekts Windpark Frankenau-Unterpullendorf“.

Die Unternehmen Püspök und Burgenland Energie möchten auf dem Hotter von Frankenau (in Richtung Unterloisdorf und Klostermarienberg) bis zu zehn Windräder mit einer Gesamtleistung von 72 Megawatt errichten. Dies entspricht einer Versorgung von ungefähr 40.000 Haushalten. Der Windpark soll im Jahr 2029 in Betrieb gehen. Aktuell befindet sich das Projekt in der Zonierungsphase. Diese obliegt dem Land Burgenland. „Als nächster Schritt erfolgt eine Umweltverträglichkeitsprüfung. Wenn sämtliche Behörden grünes Licht erteilen, wird die tatsächliche Anzahl an Windrädern festgelegt“, erklärte Amtsleiter Erich Fazekas.

Für den Hotter von Unterloisdorf und Klostermarienberg sind weitere sechs bis acht Windräder geplant sowie in Unterloisdorf eine Freiflächenphotovoltaikanlage. 55,1 Prozent der Teilnehmer einer Bürgerbefragung der Gemeinde Mannersdorf sprachen sich 2016 für einen Windpark aus.

Der Gemeinderat von Frankenau-Unterpullendorf stimmte im Jahr 2021 per Grundsatzbeschluss der Errichtung eines Windparks einstimmig zu. Nun hob er in seiner letzten Sitzung mit drei Stimmenthaltungen seitens der Liste FBL (2) und der Liste MiT (1) mehrheitlich einen aufrechten Gemeinderatsbeschluss aus dem Jahr 2016 auf, nachdem vor der Errichtung von Windrädern eine Bürgerbefragung erfolgen soll.

„Der Gemeinderat hat sich überparteilich und mehrheitlich für die Aufhebung dieses Beschlusses entschieden, da sich die Rahmenbedingungen seit 2016 geändert haben. Die Energiewende soll vorangetrieben werden. Außerdem wird man die Windräder aus Unterloisdorf und Klostermarienberg sehen. Wenn wir uns dem Projekt nicht anschließen, hat unsere Gemeinde schlussendlich nichts davon, sieht die Windräder aber trotzdem“, so Bürgermeister Paul Fercsak (SPÖ).

Einnahmequelle für die Gemeinde

Bei einer tatsächlichen Umsetzung von zehn Windrädern, würde die Gemeinde Frankenau-Unterpullendorf jährlich rund 108.000 Euro an Einnahmen erhalten.

In den kommenden Monaten, wenn eine fixe Anzahl der Windräder feststeht, soll es einen Informationsabend für Bürger und Bürgerinnen geben.