Grenzpolizei stoppt Reisebus: Defekte Lenkung und manipulierte Daten

Nickelsdorf

Bei einer Kontrolle am Grenzübergang Nickelsdorf (Bezirk Neusiedl am See) wurde am Samstag ein Reisebus aus dem Verkehr gezogen. Das Fahrzeug aus Nordmazedonien wies laut Meldung der Polizeidirektion Burgenland erhebliche technische Mängel auf und war nicht mehr fahrtüchtig. Die Polizei zeigte zudem Manipulationen an den Lenk- und Ruhezeiten der Fahrer an.

Grenzpolizei stoppt Reisebus: Defekte Lenkung und manipulierte Daten

© APA/HANS KLAUS TECHT, HANS KLAUS TECHT

Schwerverkehrskontrollen auf der A4

Am 7. März führten Beamtinnen und Beamte der Landesverkehrsabteilung Burgenland gemeinsam mit Technikerinnen und Technikern der ASFINAG verstärkte Schwerverkehrskontrollen auf der Ostautobahn (A4) durch. Gegen Mittag kontrollierten sie einen Reisebus aus Skopje, der mit 73 Fahrgästen besetzt war. Die Gruppe, überwiegend Frauen, war anlässlich des Weltfrauentags auf dem Weg nach Wien.

Gravierende technische Mängel

Bei der Überprüfung stellten die Einsatzkräfte gravierende Mängel fest: Eine Halterung der Lenkung war gebrochen, was ein Geradeausfahren unmöglich machte. Zudem war ein Bremssattel mangelhaft befestigt. Aufgrund dieser Defekte wurde das Fahrzeug umgehend aus dem Verkehr gezogen.

Zusätzlich entdeckte die Polizei Manipulationen an den vorgeschriebenen Lenk- und Ruhezeiten. Die beiden Fahrer, 55 und 54 Jahre alt, hatten ihre Aufzeichnungen gefälscht, um längere Strecken ohne Pausen zurücklegen zu können. Beide zeigten sich geständig. Sie wurden bei der Staatsanwaltschaft Eisenstadt sowie der Bezirkshauptmannschaft Neusiedl am See angezeigt.

Für die Fahrgäste wurde ein Ersatzbus organisiert, sodass sie ihre Reise nach Wien fortsetzen konnten.