Dreiländereck-Gottesdienst: Gemeinschaft ohne Grenzen

Nordburgenland

Am Sonntag feierten Christinnen und Christen aus Österreich, Ungarn und der Slowakei einen gemeinsamen evangelischen Gottesdienst unter freiem Himmel am Dreiländereck. Die Feier stand im Zeichen von Vielfalt, Glauben und grenzüberschreitender Verbundenheit. Drei Pfarrer gestalteten den Gottesdienst gemeinsam, begleitet von Chören aus allen drei Ländern.

Evangelischer Gottesdiest am Dreiländer-Eck Österreich-Ungarn-Slowakei mit dem evangelischen Posaunenchor Zurndorf, der durch seinen Beitrag das Zusammensein musikalisch prägte.

Evangelischer Gottesdiest am Dreiländer-Eck Österreich-Ungarn-Slowakei mit dem evangelischen Posaunenchor Zurndorf, der durch seinen Beitrag das Zusammensein musikalisch prägte.

© zVg/Götzendorfer, KARL_WENDELIN

Begegnung im Grenzraum

An jenem Punkt, an dem Österreich, Ungarn und die Slowakei zusammentreffen, versammelten sich am Sonntagnachmittag Gläubige aus drei Nationen. Der Gottesdienst fand im Freien statt und wurde von Mgr. Lenka Janotková aus Petržalka (Slowakei), Pfarrer Ervin Farkas aus Rajka (Unganr) und Pfarrer Sebastian Götzendorfer vom Evangelischen Gemeindeverband Nordburgenland geleitet. Der erwähnte Gemeindeverband umfasst die Evangelischen Pfarrgemeinden A.B. Zurndorf, Nickelsdorf und Deutsch Jahrndorf

Dreiländereck-Gottesdienst: Gemeinschaft ohne Grenzen

© zVg/Götzendorfer, KARL_WENDELIN

Im Mittelpunkt stand die Mobile Kirche, ein transportables Gotteshaus, das eigens für Begegnungen im Grenzraum wieder in Betrieb genommen wurde. Sie bot den passenden Rahmen für die internationale Feier. Musikalisch begleiteten zwei Chöre die Veranstaltung: Der evangelische Chor aus Petržalka eröffnete die Feier, während der evangelische Posaunenchor Zurndorf den gemeinsamen Gesang eindrucksvoll unterstützte. Gesungen wurde je ein deutsches, slowakisches und ungarisches Lied – ein hörbares Zeichen für Einheit in Vielfalt.

Gemeinsamer Glaube über Grenzen hinweg

Schon die Wahl des Ortes – im Dreiländereck zwischen Ungarn, Slowakei und Österreich – war Programm: Gegenseitige Wertschätzung, gemeinsames Glaubenszeugnis und das Bewusstsein, dass christliche Verbundenheit politische Grenzen überwindet. Die teilnehmenden Gemeinden kamen nicht nur geografisch zusammen, sondern brachten auch ihre unterschiedlichen Traditionen und Sprachen in die Feier ein.

Dreiländereck-Gottesdienst: Gemeinschaft ohne Grenzen

© zVg/Götzendorfer, KARL_WENDELIN

Die Predigten der drei Pfarrer bezogen sich auf den Bibeltext Jesaja 58,7–12 und wurden in der jeweiligen Landessprache gehalten. Übersetzungen ermöglichten allen Teilnehmenden, den Gedanken zu folgen. Im Mittelpunkt stand die Bedeutung des Teilens – nicht nur im materiellen Sinn, sondern auch als Ausdruck von Zeit, Aufmerksamkeit und Mitgefühl.

Pfarrer Sebastian Götzendorfer fasste die zentrale Botschaft zusammen: „Wir sehen einander nicht zuerst als Ungarn, Slowaken oder Österreicher, sondern als Geschwister im Glauben. Gott ist mitten unter uns – in unserem Teilen, in unseren Sprachen, in unserer Verschiedenheit.“

Dreiländereck-Gottesdienst: Gemeinschaft ohne Grenzen

© zVg/Götzendorfer

Ausblick auf weitere Zusammenarbeit

Die beteiligten Gemeinden wollen die grenzüberschreitende Zusammenarbeit fortsetzen. Weitere gemeinsame Gottesdienste und musikalische Begegnungen sind bereits in Planung.