Cup-Hit in Leithaprodersdorf: „Ein Highlight, das wir genießen wollen“
ÖFB-Cup
In der 2. Runde des ÖFB-Cups ist die Bundesliga zu Gast im Burgenland. Am Samstag gastiert die WSG Tirol in Leithaprodersdorf, Anstoß ist um 17 Uhr.
Leithaprodersdorf feierte in der ersten Runde des ÖFB-Cups den Aufstieg gegen den Bundesligaklub Admira
© Günther Pavlovics
32 Mannschaften sind noch im ÖFB-Cup vertreten, zwei der neun Klubs aus dem Amateurfußball kommen aus dem Burgenland. Leithaprodersdorf ist der einzige Verein aus der vierthöchsten Leistungsklasse im Bewerb. Die Leithaprodersdorfer haben in der ersten Runde sensationell Bundesligaklub Admira aus dem Bewerb geworfen.
Vor dem Spiel gegen WSG Tirol
Wie sind die Chancen: Trainer Mario Santner: „Wir haben nichts zu verlieren, wir sind der absolute Underdog, Tirol ist noch eine andere Kategorie als die Admira". Schon gegen die Admira war man absoluter Außenseiter, Tirol spielt noch eine Klasse höher. „Es wird ein absolutes Highlight, das wir genießen wollen. Wenn sie mit Halbgas spielen wollen, wollen wir da sein. Motivieren brauche ich die Spieler sicher nicht."
Wie wurden die Tiroler beobachtet: Bis dato im Fernsehen. Santner schickte am Mittwoch einen Scout ins Austria-Stadion, der dort den 1:0-Sieg der Tiroler verfolgte. Santner: „Es ist schön, dass sie zuletzt gewonnen haben. Vielleicht nehmen sie die Partie bei uns dann nicht ganz so ernst." Und so half Santner zu den Tirolern im Duell mit seinem Ex-Klub Austria, bei dem er zehn Jahre spielte. „Da habe ich eine blauweiße Leithaprodersdorf-Infusion in meinem violetten Blut."
Was muss besser werden: Vor dem Tor muss man noch kaltschnäuziger werden und hinten sicherer, hat man in den ersten drei Ligapartien doch sechs Gegentreffer kassiert. Santner: „Das geht nicht von heute auf morgen. Der Nuller gegen Eberau war ganz wichtig für die Köpfe".
Wie schaut die personelle Situation aus: Bis auf Christian Berger nach dessen Kreuzbandriss stehen alle Spieler zur Verfügung.

© Günther Pavlovics
Wie sind die Tiroler gestartet: Aufsteigend. Einem Remis gegen Sturm Graz folgten Niederlagen gegen Altach und Salzburg. Aber am Freitag gab es den ersten Sieg, der mit 4:0 in Lustenau überzeugend ausgefallen ist. Am Mittwoch feierten die Wattener beim Nachtrag bei der Wiener Austria dann noch einen 1:0-Auswärtssieg.
Wer sind die bekanntesten Namen:Nicolai Baden Fredriksen kam im Oktober zurück zu den Tirolern. Der 26-jährige Däne spielte einst im Nachwuchs von Juventus Turin. Lukas Hinterseer ist schon 35 und der Neffe von Skistar Hansi. Husein Balic und Thomas Goiginger spielten einst im österreichischen Nationalteam.
Gibt es eine Geschichte mit dem Burgenland: Ja, Wattens hat im Cup noch nie in 90 Minuten gegen einen burgenländischen Klub gewonnen. In Neusiedl stieg man zwei Mal in der Verlängerung auf (2016 mit 5:3 nach 2:2, 2022 3:1 nach 1:1). Gegen St. Margarethen (2011 im Elferschießen nach 2:2) und Mattersburg (2015 0:2) schied man daheim aus, ebenso in Eisenstadt (1981 3:5) und in Pinkafeld (1965 1:2).