Die Tiroler beendeten die Partystimmung in Leithaprodersdorf schnell

ÖFB-Cup

Der Klub aus der Burgenlandliga schlug sich gegen den Bundesliga-Verein beachtlich, schied mit einer 0:4-Niederlage in der zweiten Runde des ÖFB-Cups aus.

ÖFB-Cup: Leithaprodersdorf - WSG Tirol 0:4.

ÖFB-Cup: Leithaprodersdorf - WSG Tirol 0:4.

© Günther Pavlovics

Leithaprodersdorf - WSG Tirol 0:4. Das Abenteuer ÖFB-Cup ist für Leithaprodersdorf vorbei. Die Sensation gegen WSG Tirol ist ausgeblieben, der Bundesligist, der zuletzt Austria Lustenau und die Wiener Austria geschlagen hat, setzte sich klar durch. „Ich habe schon vor der Partie gesagt, dass wir nur eine Chance haben, wenn sie uns nicht ernst nehmen. Aber sie haben uns ernst genommen", sagte Trainer Mario Santner. Der hatte seine Mannschaft so aufgestellt, wie damals, als man die Admira aus dem Bewerb geworfen hat. Nur der zuletzt angeschlagene Manuel Haring fehlte. Die Leithaprodersdorfer wollten sich auch nicht verstecken. Das lobte auch Philipp Semlic, der Trainer der Tiroler. „Ich liebe offensiven Fußball. Und ich finde es auch super, dass eine Mannschaft, die ein paar Ligen unter uns spielt, sich nicht nur hinten rein stellt."

Ein junger Brite spielte groß auf

Seine Spieler wollten aber nicht artige Partygäste sein. Denn Leithaprodersdorf war in Feierlaune, mehr als 1600 Zuschauer waren gekommen, die Stimmung war großartig. Semlic war ganz angetan: „Das war eine tolle Veranstaltung hier auf dem Dorfplatz. Wenn du die Zuschauer so knapp hinter dir hast, erinnerst du dich an deine Anfänge als Trainer." Doch seine Spieler ließen die Stimmung nicht überkochen, kontrollierten Ball und Spiel und gingen schon in der 13. Minute in Führung. Michael Olakigbe war aus abseitsverdächtiger Position links durchgebrochen, flankte auf Moritz Oswald, der für Moritz Wels auflegte. „Das Tor war ein Stimmungskiller", sagte Santner. Der 22-jährige Brite, der von Brendford geliehen ist, bereitete noch vor der Pause das zweite Tor durch Wels vor. Das dritte Tor kurz nach der Pause machte Olakigbe selber, machte einen Haken nach innen und schlenzte den Ball ins lange Eck (53.).

Auch zehn Tiroler waren souverän

Die Tiroler beendeten die Partystimmung in Leithaprodersdorf schnell

© Günther Pavlovics

Erst kurz danach kam Leithaprodersdorf zum ersten Eckball nach einer Unsicherheit von Tirols Zweiertormann Alexander Eckmayr. Jetzt ließen die Tiroler etwas nach, jetzt trauten sich die Leithaprodersdorfer mehr zu. Kurz darauf machte Santner einen Vierfachtausch. Doch für ein Tor reichte es nicht, weil die Bundesligaspieler noch immer den Tick schneller waren. Erst wurde ein Schuss von Tobias Beran geblockt, dann war eine Tiroler Fußspitze knapp vor Luca Pöschl am Ball. Und nun konnten die Tiroler kontern, was sich auch können. Der eingewechselte Stürmerstar Nicolai Baden Frederiksen sorgte für den Endstand. Letztlich haben sich die Leithaprodersdorfer mit Anstand aus der Affäre gezogen. „Man hat den Ligenunterschied schon gemerkt", gab Santner unumwunden zu. So hatten die Tiroler auch weggesteckt, dass Raphael Gschösser in der 71. Minute Gelbrot gesehen hat und sie die Partie mit nur zehn Spielern zu Ende bringen mussten.

Statistik

Leithaprodersdorf - WSG Tirol 0:4 (0:2).

0:1 (13.) Wels, 0:2 (31.) Wels, 0:3 (53.) Olakigbe, 0:4 (86.) Baden Frederiksen.

Gelbrote Karte: Gschösser (71.).

SR: Gadler, 1612.

Leithaprodersdorf: Haberl; Dinhof, Mihalits, Ehrnhofer (74. Marco Pöschl); Simeon Markhardt, Schühler (60. Luca Pöschl), Radivojevic (60. Stephan Heiss), Koch; Beran, Levi Markhardt (60. Kustor), Hauser (60. Fönyedi).

WSG Tirol: Eckmayr; Jaunegg, Boras, Kubatta; Oswald (85. Murray), Celic, Taferner (88. Bambara), Gschösser; Wels (65. Balic), Hinterseer (65. Baden Fredriksen), Olakigbe (65. Goiginger).