OSG Frauen Landesliga: Keine Überraschungen beim Rückrundenstart
OSG FRAUEN-LANDESLIGA
Draßburg marschiert weiter Richtung Meistertitel, Bad Sauerbrunn siegte gegen Frauenkirchen 6:3, Südburgenland 1c bezwang den MSV. Neusiedl klettert auf Platz vier und St. Margarethen dominierte Kittsee.
St. Margarethen bejubelte einen Heimsieg gegen Kittsee.
© Thomas Werchota
Tabellenführer Draßburgfeierte einen klaren Sieg in Sigleß. „Dabei hatte es Sigleß in den ersten 15 Minuten gut gemacht. Sie haben sich auf jeden Fall verbessert. Mit dem Dosenöffner zum 1:0 sind wir dann aber ins Spiel gekommen“, so Draßburgs Trainer Florian Gusek, der dann einen souveränen Tabellenführer sah. Seine Mannschaft kombiniert sehenswert, war bei Standards hellwach und fuhr am Ende einen hochverdienten 7:0-Sieg ein. Es war der zehnte Sieg im zehnten Spiel. Draßburg marschiert also weiterhin Richtung Meistertitel, auch wenn nun Deutschkreutz als Gegner kommt: „Das wird eine mehr als knifflige Aufgabe“, so Gusek.
Bad Sauerbrunn hatte in Frauenkirchenmehr zu kämpfen. Bei Frauenkirchen fehlten zwei Stützen. Nicole Meidlinger war gesperrt, Pia Frischmann saß wegen einer Verkühlung vorerst nur auf der Bank. Frauenkirchen ging vor Seitenwechsel immer wieder in Führung, kassierte aber stets postwendend den Ausgleich. „Wir haben stark dagegen gehalten, uns aber die Tore selbst gemacht", sagte Trainerin Sandra Himmler. Weil vier Gegentore absolut verhinderbar waren, sieht sie das Ergebnis zu hoch.
Sie sagte aber: „Bad Sauerbrunn wollte über die 90 Minuten die Punkte mehr als wir.“ Der amtierende Meister tat sich vor der Pause schwerer als gewünscht: „Das lag auch daran, dass wir die Seitenwahl verloren haben und gegen den starken Wind gespielt haben“, so SCBS-Sportlicher Leiter Alexander Halbauer und ergänzte: „Sie hat das Spiel ihres Lebens erwischt und dreimal genau ins Kreuzeck getroffen.“ Gemeint war Anna Wagersreiter, die alle drei Frauenkirchen-Tore erzielte. Zweimal per Freistoß und einmal aus der Distanz. So musste Sauerbrunn zweimal einem Rückstand nachlaufen, dominierte nach 3:3-Pausenstand aber die zweite Spielhälfte und gewann 6:3. „Das war am Ende auch verdient“, so Halbauer.
Der FC Südburgenland 1c erfüllte zum Rückrunden-Start die Pflicht und besiegte den MSVmit 4:1. Bereits zur Pause führten die Heimischen mit 3:1, Trainerin Kerstin Weber zeigte sich mit dem Auftritt in den ersten 45 Minuten zufrieden: „Bis auf ein paar kleine Fehler war das ganz gut, in der zweiten Halbzeit haben wir nachgelassen, aber der Sieg war nie in Gefahr.“ Im Tor vertrat Tabea Schmidt Phoebe-Alexa Lissl, die mit einer Knöchelverletzung wohl noch länger ausfallen wird. Sophia Losonczy verletzte sich an der Schulter, sie ist fürs nächste Spiel in Frauenkirchen fraglich. Dort erwartet Weber einen dominanten Auftritt: „Wir möchten am besten so wie vor zwei Wochen im Cup auftreten.“ Da gewannen die Südburgenländerinnen 5:1.
Damit fielen Mattersburg und Frauenkirchen im Rennen um Platz vier zurück. Neusiedlließ mit dem 1:1 gegen Deutschkreutzzwei Punkte liegen, ist aber neuer Vierter, weil Mattersburg verloren hat. Trainer Paul Troindl musste auf drei Schlüsselspielerinnen verzichten. Torfrau Jasmin Müller war letzte Saison die beste Spielerin, aber krank. Damla Kirli war die beste Torschützin, aber beruflich verhindert. Zudem begann Kapitänin Kathrin Unger nur auf der Bank, weil verletzt. „Drei Stützen zu ersetzen, ist nicht leicht", sagte Troindl. Tanja Bauer half als Torfrau aus, kassierte den Treffer aus einem Weitschuss. Troindl: „Sie hat die Sache gut gemacht, das 1:1 war dann gut für die Moral." Beim Heimspiel gegen St. Margarethen ist Kirli wieder dabei, Troindl hofft auch auf Müller. „Mit Damla hätten wir sicher drei Tore mehr gemacht." „Die ersten beiden Chancen in den ersten fünf Minuten hatte Neusiedl. Dann hatten wir das Heft in der Hand“, sagte Deutschkreutz-Trainer René Strobl nach dem 1:1 und ergänzte: „Leider haben wir die Führung nicht über die Zeit bringen können. Es war am Ende aber ein leistungsgerechtes Unentschieden.
St. Margarethen holte sich daheim gegen Kittseemit einem 3:0 drei Punkte. „Wir haben noch zweimal an die Stange geschossen und sind zweimal allein aufs Tor gelaufen“, sagte Trainer Josef Degeorgi, der unter anderem auf die Verletzten Laura Kroyer und Lara Pichler (saß nur auf der Bank) verzichten musste. Dafür hatte er aber ein neues Mittelfeld mit der reaktivierten Anna Granabetter, Heimkehrerin Lena Bilek und Neuzugang Julia Kendler. Degeorgi sieht eine Steigerung gegenüber dem Herbst, „aber man hat gemerkt, dass es erst das zweite Spiel in diesem Jahr war. Da waren noch Fehler drin.“ St. Margarethen hatte nur ein Testspiel, war letzte Woche nicht im Cup dabei.
Im Kampf gegen den letzten Platz verloren Sigleß und Kittsee. Wobei Kittsee-Trainer Erwin Raithofer wieder seine Probleme im Tor hatte. So hatte Xenia Wisak aufgehört, Selina Werdenich sprang ein, verletzte sich aber am Finger. Daher ging in St. Margarethen mit Katja Svancarek wieder eine Feldspielerin ins Tor. Raithofer war zwar nicht mit dem Ergebnis (0:3) zufrieden war, aber doch mit der Leistung. „Wir wollten mehr Ballbesitz und mehr Chancen herausspielen", sagte er. Beides gelang, jedoch kein Tor. Raithofer: „Da hat St. Margarethen mehr Routine. Aber mir hat gefallen, dass bei beiden Vereinen das Niveau gestiegen ist." Was ihm zudem gefallen hat, war die Einladung zum Essen in die St. Margarethner Kantine, die auch im Rahmen der Baumpflanz-Challenge gemacht wurde.