Wenn Zwillingsschwestern dem runden Leder nachjagen

OSG FRAUEN LANDESLIGA

Die 17-jährigen Schwestern Sophie und Hannah Schwartz spielen beim ASV Draßburg eine herausragende Saison – Tabellenführung ohne Punkteverlust und Cupfinaleinzug inklusive.

Die Zwillingsschwestern Sophie und Hannah Schwartz Seite an Seite – die beiden 17-Jährigen prägen die Erfolgssaison des ASV Draßburg maßgeblich.

Die Zwillingsschwestern Sophie und Hannah Schwartz Seite an Seite – die beiden 17-Jährigen prägen die Erfolgssaison des ASV Draßburg maßgeblich.

© Martin Ivansich

Die Frauenmannschaft des ASV Draßburg ist in der OSG Frauen Landesliga aktuell das Maß aller Dinge – und mittendrin: die erst 17-jährigen Zwillingsschwestern Sophie und Hannah Schwartz. Zwölf Spiele, zwölf Siege, kein einziger Punktverlust – der Blick auf die Tabelle spricht eine deutliche Sprache. Sechs Punkte Vorsprung auf den Titelrivalen und amtierenden Meister SV Bad Sauerbrunn unterstreichen die Dominanz der Draßburgerinnen.

Wir sind sehr stolz auf diese Saison bislang, haben in der Vorbereitung auch alles dafür getan“, betont Kapitänin Hannah Schwartz. Und tatsächlich: Die Leistungen auf dem Platz sind das Resultat harter Arbeit – und eines außergewöhnlichen Teamgeists. Schwester Sophie liefert die Erklärung für den Erfolg gleich mit: „Der Zusammenhalt ist ganz groß, wir motivieren uns gegenseitig. So kann man die Ziele auch erreichen.“ Genau so gelang auch der wichtige 1:0-Erfolg gegen Bad Sauerbrunn in der Hinrunde – ein Schlüsselspiel im Titelrennen. Ob es ein Vorteil ist, gemeinsam mit der Schwester auf dem Platz zu stehen? Für Hannah ist die Antwort klar: „Der Vorteil ist: Wir verstehen uns blind. Natürlich klappt da vieles einfacher.“

Auch sportlich ergänzen sich die beiden perfekt: Während Hannah im Mittelfeldzentrum die Fäden zieht, sorgt Sophie auf der Außenbahn für Tempo und Torgefahr. Mit zehn Treffern ist sie aktuell sogar ein wenig treffsicherer, doch auch Hannah überzeugt mit einer starken Torquote. Beim jüngsten 3:0-Erfolg gegen St. Margarethen trafen beide – ein weiteres Ausrufezeichen in der Liga. Und noch besser lief es bei der Burgenland U17. Da gewann das rot-goldene Team zuletzt 8:2 gegen Zöbern. Beide Schwestern steuerten je drei Tore und ein Assist bei.

Zurück zum Start. Der Weg begann früh. „Wir haben in der Volksschule mit dem Projekt 'Mädchen am Ball' begonnen und hatten immer sehr gute Trainer“, blickt Sophie zurück und nennt dabei auch prägende Trainer und Förderer wie Thomas Mandl, Nina Potz sowie ihre aktuellen Akademietrainerinnen Lara Pichler und Rebecca Reichhart und natürlich den derzeitigen Draßburg-Trainer Flo Gusek. Ein erster großer Erfolg stellte sich bereits in der U16 ein, als beide den Meistertitel holten. Nun soll der nächste folgen – diesmal im Kampfmannschaftsbereich. „Das ist unser ganz klares Ziel. Wir müssen jeden Zweikampf gewinnen wollen und in jedem Spiel bis zum Schluss alles geben“, sagt Hannah, die aber auch weiß: „Es gibt noch viel dafür zu tun.“ Neben der Meisterschaft winkt eine weitere große Chance: Im BFV-Cupfinale am 23. Mai treffen die Draßburgerinnen erneut auf Bad Sauerbrunn – ausgetragen im Pappelstadion. Auch persönliche Pläne sind bei Sophie klar definiert: „Die Bundesliga wäre schon ein großes Ziel.“

Als Vorbild nennt sie die Burgenländerin Alina Kerschbaumer von der Vienna, die den Sprung bereits geschafft hat. Der Weg dorthin ist allerdings kein leichter: „Da muss man hart dafür arbeiten.“ In der Akademie wird das Geschwister-Duo mit zahlreichen Trainingseinheiten pro Woche genau darauf vorbereitet. Eines ist jedenfalls klar: Die Erfolgsgeschichte der Schwartz-Zwillinge ist noch lange nicht zu Ende.