Bischof Zsifkovics ruft zum „österlichen Aufbruch“ auf

Osterpredigt

Bei der Ostermesse im Eisenstädter Dom erinnerte Bischof Ägidius Zsifkovics an das Evangelium und sprach vom symbolischen „Durchbruch“, der auch für das kirchliche und gesellschaftliche Leben steht. In der Osterpredigt ging es immer auch um das friedliche Miteinander.

Diözesanbischof Ägidius J. Zsifkovics.

Diözesanbischof Ägidius J. Zsifkovics.

© Wolfgang Millendorfer, Wolfgang Millendorfer

Schon im Ökumenischen Osterbrief betonte Diözesanbischof Ägidius J. Zsifkovics zusammen mit Superintendent Robert Jonischkeit die Botschaft des Evangeliums und die Gemeinsamkeit als Basis des christlichen Zusammenlebens. Zum Osterfest rief der Bischof zu Hoffnung und Frieden auf, gerade im Angesicht der aktuellen Kriege und Konflikte.

Das Miteinander und das Selbst-Bewusstsein waren die Themen der sonntäglichen Osterpredigt im Martinsdom in Eisenstadt. Ausgehend von den kunstvollen Stinatzer Ostereiern erinnerte der Bischof an das Ei als Symbol des neuen Lebens und der Auferstehung. Das Durchbrechen der Schale könne auch für einen „Durchbruch zum neuen Leben mit Gott“ stehen, sagte Bischof Zsifkovics in seiner Predigt.

„Vielfach leben wir in einer Zeit der ,Totengräberstimmung‘, der Verwundungen und Unsicherheiten, der Ängste vor Kriegen und unserer Zukunft, der Angst vor anderen und uns selbst, wir muten dem Leben wenig zu. Zu viele leben in Parallelwelten und lassen sich von den Echokammern der Stimmen und Stimmungen treiben.“

„Begegnung mit Menschen, Einsatz für die Menschen“

Daher brauche es „österliche Aufbrüche“, einen „Durchbruch im persönlichen, kirchlichen und gesellschaftlichen Leben“. Und: „Österlicher Aufbruch ist immer auch einer zu anderen hin, Begegnung mit den Menschen und Einsatz für die Menschen.“

„Auch die Kirche braucht Ostern“, so Ägidius Zsifkovics in der Predigt, man könne „manche Schalen abwerfen“. Das „Niedermachen in der Politik, Verdächtigungen und Schlechtmacherei“ hätten mit Ostern nichts zu tun, hieß es weiter: „Unsere Gesellschaft braucht diesen österlichen Durchbruch und Aufbruch!“ Mit diesen Worten wünschte der Bischof den Burgenländerinnen und Burgenländern ein hoffnungsvolles Osterfest.