Neudörfler Malerin stellte ihre Werke in Wien aus
Petra Forman
Kürzlich stellte die Neudörfler Malerin Petra Forman gemeinsam mit dem Bildhauer Christopher Schlesinger in Wien ihre Werke im Rahmen der Ausstellung „Florence – A collective presence“ aus.
Die Neudörfler Malerin Petra Forman vor einem ihrer Bilder aus der Reihe „Female Heads“ mit dem Bildhauer Christopher Schlesinger und Dr. Arnold Obermayr, dem Direktor vom Kulturforum Austria in Warschau, der die Eröffnungsrede zur Ausstellung „Florence – A collective presence“ hielt.
© zVg
Die Ausstellung nahm ihren Ausgangspunkt in einem internationalen Kontext, berichtet Petra Forman, nämlich der Florence Biennale, einer der bedeutendsten Plattformen für zeitgenössische Kunst im europäischen Raum. Seit ihrer Gründung im Jahr 1997 findet sie im zweijährigen Rhythmus in Florenz statt und bringt Künstlerinnen und Künstler aus allen Kontinenten zusammen.
Die Biennale versammelt regelmäßig über 550 Künstler*innen aus rund 85 Ländern und schafft damit einen außergewöhnlich dichten Raum internationaler künstlerischer Präsenz. Malerei, Skulptur, Installation, Performance und interdisziplinäre Positionen treten hier in einen offenen Dialog – jenseits nationaler, kultureller oder medialer Grenzen.
Im Rahmen dieser Biennale im Oktober 2025 haben sich Petra Forman und der Bildhauer Christopher Schlesinger nach längerer Zeit wiedergetroffen. Die gemeinsame Teilnahme an der Florence Biennale wurde zu einem Ausgangspunkt für den Austausch und die Reflexion über das eigene künstlerische Arbeiten, über Materialität und Ausdruck. Im Dialog zwischen Malerei und Skulptur zeigte sich dabei deutlich, wie gut sich die beiden künstlerischen Positionen ergänzen.
„Aus diesem Austausch heraus entstand die Idee, diese Begegnung nicht als einmaligen Biennale-Moment zu belassen, sondern sie weiterzuführen und zu vertiefen“, so Forman. Die Ausstellung in Wien verstand sich daher als bewusste Fortsetzung dieser in Florenz begonnenen künstlerischen Auseinandersetzung. Sie überträgt den Geist der Biennale – die internationale Offenheit, die kollektive Präsenz und den Dialog zwischen Disziplinen – in einen neuen, konzentrierteren Kontext.
Petra Forman lebt und arbeitet sowohl in Neudörfl, als auch auf der kroatischen Insel Korčula – zwei geografisch und kulturell unterschiedliche Orte, die ihr künstlerisches Arbeiten nachhaltig prägen. Diese räumliche Offenheit spiegelt sich auch in ihrer international ausgerichteten künstlerischen Praxis wider.
In der aktuellen Ausstellung zeigte sie sowohl großformatige abstrakte Arbeiten, die in ihrer Materialität und Offenheit einen intensiven Dialog mit den Skulpturen von Christopher Schlesinger eingehen, als auch jene Werkgruppe, die im Zentrum ihres künstlerischen Schaffens steht: die abstrakt-figurativen „Female Heads“.
Die abstrakten Arbeiten sind stark von der Landschaft und dem Meer Kroatiens beeinflusst. Sie zeichnen sich durch eine ausgeprägt haptische Oberfläche aus, durch vielschichtige Farbaufträge, Sedimente und Materialien, in die unter anderem die charakteristische rote Erde der Insel Korčula eingearbeitet ist. Diese Werke tragen Spuren von Zeit, Natur und Ort in sich.
Die „Female Heads“ sind keine Porträts im klassischen Sinn. Vielmehr verdichten sie innere Zustände und emotionale Erfahrungsräume. In den Gesichtern spiegeln sich Fragilität und Stärke, Verletzlichkeit und Widerstandskraft. Petra Forman hat hierfür eine eigenständige Bildsprache entwickelt, die das Persönliche mit dem Universellen verbindet und den Betrachtenden einlädt, eigene Empfindungen und Projektionen in den Arbeiten wiederzufinden.
Christopher Jörg Schlesinger wurde 1971 in Gmunden geboren. Seine Skulpturen entstehen ausschließlich aus heimischen Baumstämmen. In der Regel wird jedes Werk aus einem einzigen Stamm gearbeitet.