Illmitz: Willi Opitz sagt „Fake-Wein“ den Kampf an
Pole Position
Willi Opitz präsentiert an diesem Wochenende auf der ProWein 2025 in Düsseldorf vier neue Weine seiner „Pole Position“-Serie, deren Etikett mit besonderen Sicherheits- und Designmerkmalen ausgestattet ist.
Willi Opitz präsentiert ein Bild vom Weingut im englischen Cornwall, das er betreut.
© Klaus Zwinger
Dass Luxuswaren wie teure Armbanduhren oder Designer-Handtaschen regelmäßig gefälscht und als "echt" verkauft werden, ist gemeinhin bekannt. Dass diese Praktik sich mittlerweile auch auf mittel- bis hochpreisige Weinflaschen übertragen hat, ist vergleichsweise neu. „Der Winzer" berichtete etwa bereits 2022 von einem Etikettenschwindel, in dem hunderttausende Flaschen von minderwertigem Wein als Bordeaux-Wein ausgegeben und verkauft wurden.
© zVg / Opitz
Auch schon Flaschen von Opitz nachgemacht
Laut eigenen Angaben des Illmitzer Winzers Willi Opitz sollen auch schon seine Flaschen nachgemacht und teuer weiterverkauft worden sein. Opitz ist unter anderem auch bekannt dafür, zu verschiedensten Anlässen Weine zu produzieren, die nur in limitierter Stückzahl zu haben sind. So geschehen etwa zuletzt bei der Krönung von King Charles III mit dem „Coronation Cuvée“ (die BVZ berichtete). Die Weintrauben dafür stammten sogar aus einem von Opitz betreuten Weingut auf königlichem Boden auf den Scilly-Inseln/Cornwall.
Damit die Kunden von Opitz in der Zukunft gefeit vor solchen Betrugsversuchen sein können, hat der Winzer nun eine Kooperation mit dem Unternehmen "LEONHARD KURZ Stiftung & Co. KG" angekündigt. Dieses sorgt für innovative Sicherheits- und Designelemente für Weinetiketten und wird die neueste Weinkreation von Willi Opitz an diesem Wochenende von 16. bis 18. März auf der ProWein 2025 in Düsseldorf präsentieren.

© zVg / Opitz
Alles auf „Pole Position“ getrimmt
Da Opitz ein großer Motorsport-Fan ist und bereits seit Jahren verschiedene Teams der Formel 1 beliefert, hat er dieser Thematik mit seiner neuen Serie "Pole Position", bestehend aus einem Weißwein, einem Rotwein, einem Orange-Wine und einem Blanc de Noir (weißer Rotwein) ein Denkmal gesetzt.
Das Etikett nutzt dabei eine spezielle Technik, um eine fälschungssichere Markierung mit ästhetischer Tiefenwirkung zu verbinden. Durch den Einsatz diffraktiver Strukturen entsteht dabei eine markante visuelle Dynamik, die je nach Betrachtungswinkel verändert erscheinen – die dunklen Elemente leuchten beim Kippen über die horizontale Achse in grüner Farbe auf. Dynamische und statische „Graustufen“, die sich beim Kippen nach rechts in der Helligkeit verändern, ergänzen die verschiedenen Elemente des Sicherheitsetiketts zusätzlich. Wie Opitz erläutert, kommt dieselbe Technik etwa auch bei originalen Ersatzteilen der Formel 1 zum Einsatz.