BECOM Award für innovative Idee: Autonomes Boot prüft Wasserqualität
Preisverleihung
Bereits zum dritten Mal wurde der BECOM Innovation Award an Schüler der HTL Pinkafeld für herausragende Diplomarbeiten der Fachrichtung Elektronik vergeben. Das Elektronikdienstleistungsunternehmen BECOM möchte mit dem Award junge Talente fördern, ihre Innovationskraft sichtbar machen und sie ermutigen, ihre kreativen Ideen weiterzuentwickeln.
Den BECOM Award Preisträgern gratulierten Johann, Johannes und Roman Bock vom BECOM Management, Landesrat Leonhard Schneemann, Wirtschaftskammer-Direktor Harald Schermann, Industriellenvereinigung-Geschäftsführerin Aniko Benkö, HTL-Direktor Wilfried Lercher und Lockenhaus' Bürgermeister Michael Kefeder.
© Michaela Grabner
Den ersten Platz und somit ein Preisgeld von 2000 Euro holten sich Alexander Hummer, Felix Schmidt und Mariss Erdmann mit ihrem „autonomen Boot zur Wasserqualitätsüberwachung“. Sie überzeugten die Expertenjury mit der Entwicklung eines Systems zur automatischen Steuerung einer Teichlüfter-Pumpe. Ziel ist es, auf kritische Wasserparameter wie einen zu hohen Leitwert oder zu hohe Temperaturen schnell zu reagieren und so die Wasserqualität zu erhöhen. Ein autonomes, solarbetriebenes Messboot erfasst mithilfe von GPS, LiDAR und weiteren Sensoren kontinuierlich Messdaten im gesamten Teich. Bei Grenzwertüberschreitungen reagiert das System automatisch.
Platz zwei ging an Jonas Russold, Markus Romirer und Michael Riegler für das Projekt „Mobiler Roboter mit Real-Time-Kinematik-GPS Positionssteuerung“. Die drei befassten sich mit einem neuartigen Roboter, der Therapeutinnen und Therapeuten bei Remobilisationsübungen für gehbeeinträchtigte Menschen, unterstützen soll. Mithilfe einer speziell entwickelten Vorrichtung zieht der Roboter feine Markierungslinien aus Quarzsand direkt auf den Boden und erstellt so individuell anpassbare Gehpfade. Diese dienen Patientinnen als visuelle Orientierung beim Gehen und fördern gezielt die motorische Rehabilitierung.
Über Platz 3 und somit 500 Euro Preisgeld konnten sich David Kahr, Pascal Kalchbrenner und Maximilian Mussy für die Entwicklung und Integration eines Rettungsroboters freuen. Im Rahmen ihrer Diplomarbeit wurde ein fernsteuerbarer Rettungsroboter – der ResQ-Bot – zur Ortung verschütteter Personen in eingestürzten Gebäuden entwickelt. Die Plattform vereint Antriebselektronik, Sensorik und eine eigens gestaltete Benutzeroberfläche für eine intuitive Mensch-Roboter-Interaktion. Ausgestattet mit Nachtsichtkamera, Notfallbeleuchtung und diversen Sensoren liefert der Roboter wichtige Umgebungsdaten in Echtzeit an Einsatzkräfte. Ein interaktives Display am Gerät unterstützt die Lageeinschätzung zusätzlich. Ziel des Projekts ist es, technische Lösungen zur Lebensrettung aufzuzeigen und das Interesse an verantwortungsvoller Robotik im Fachbereich Elektronik und technischer Informatik zu fördern.
Die Trophäen und Geldpreise wurden von Landesrat Leonhard Schneemann, Industriellenvereinigung-Geschäftsführerin Aniko Benkö sowie Wirtschaftskammer-Direktor Harald Schermann überreicht. Aus zahlreichen eingereichten Diplomprojekten hatte eine Fachjury aus Industrie und Wirtschaft zunächst die fünf besten Arbeiten für das Finale ausgewählt. Die Bandbreite der Projekte reichte von einer „3D Styroporschneidmaschine“ bis hin zu einem „2D Hologramm“. Bewertet wurden unter anderem Innovationsgrad, Umsetzbarkeit, Komplexität sowie das persönliche Engagement der Schüler. Am Finaltag präsentierten fünf nominierte Teams ihre Projekte persönlich vor der Jury – ein entscheidender Aspekt der Gesamtbewertung.
Innovation als Antwort auf zukünftige Herausforderungen
„Jede Innovation beginnt mit einer Idee. Mit dem BECOM Innovation Award möchten wir junge Menschen bestärken, an ihre Ideen zu glauben – und mit ihnen die technologische Zukunft mitzugestalten“, so BECOM-Geschäftsführer Johannes Bock. Und Geschäftsführer Roman Bock ergänzte: „ Unsere Antwort auf die Herausforderungen der Zukunft werden im Bereich der Innovation liegen.“
Dies bekräftigte auch Wilfried Sihn, seit 2004 Professor an der Technischen Universität Wien am Institut für Managementwissenschaften, in seinem Impulsvprtrag zum „Im Auftrag der Zukunft“. „Billiger werden wir nicht werden, also müssen wir besser werden. Wir brauchen Innovation“, so Sihn. Und meinte weiters: „Daten sind das Öl der Zukunft. Diese Chancen müssen wir nutzen. Wir brauchen intelligente Systeme, um aus den Daten nutzbringende Informationen zu generieren, nur dann haben wir etwas davon.“