Verkehrsbetriebe reagieren auf Bus-Beschwerden
Probleme zu Schulanfang
Dass der Schulbeginn auch auf der Straße stressig sein kann, gehört Anfang September dazu. Und es bringt Beschwerden im öffentlichen Verkehr mit sich, die Anfang der Woche die Verkehrsbetriebe Burgenland trafen: In Nikitsch wurde auf Kinder „vergessen“, in Pinkafeld kam ein Bus zu wenig. Jetzt gab es eine Entschuldigung, und morgen fährt ein zusätzlicher Bus im Süden.
Im Mittel- und im Südburgenland gab es Beschwerden zum Schulbus-Verkehr.
© VBB
Nicht nur Eltern reagierten auf die Startschwierigkeiten im Busverkehr, die Kritik wurde zu Schulbeginn auch politisch aufgegriffen. Von der Panne aus Pinkafeld berichtete FPÖ-Verkehrssprecher Thomas Grandits: Auf einen überfüllten Bus sollte laut Fahrplan noch ein zweiter folgen, er kam aber nicht. Nach Rückfrage bei den Verkehrsbetrieben Burgenland seien „Eltern erst vertröstet, dann aber mit der Information konfrontiert worden, dass die Linie nicht mehr geführt wird“, schreibt Grandits in einer Presseaussendung.
In diesem Zusammenhang erinnert der Landtagsabgeordnete an Oberschützen, wo die Mittelschule wegen einer oft verspäteten Linie den Schulbeginn nach hinten verlegte. Wo die FPÖ „Management-Versagen“ ortet, reagierten jetzt die Verkehrsbetriebe: Ab morgen fährt ein zusätzlicher Bus zwischen Pinkafeld und Oberschützen, antwortete VBB-Geschäftsführer Wolfgang Werderits auf BVZ-Anfrage.
Was einen ausgefallenen Schulbus im Mittelburgenland angeht, gab es mittlerweile Aufklärung und Aussprache. Von „den vergessenen Kindern von Nikitsch“ hatte Gemeinderat Vinzenz Fleischhacker von der Bürgerliste FGM in einem offenen Mail geschrieben: „Der Schülerbus kam einfach nicht. Kinder standen an den Haltestellen und wurden schlicht vergessen.“ Von einem „Kommunikationsproblem“ sprach man bei den VBB, es habe auch eine Entschuldigung gegeben, die vonseiten der Gemeinde akzeptiert wurde.
Gibt es weitere Pannen, wird nachjustiert
Bei den Verkehrsbetrieben bittet man zugleich um Rückmeldungen, wenn etwas nicht klappe - „dann können wir reagieren“. Grundsätzlich würden die Linien auch unter dem Dach der VBB geführt wie in der Vergangenheit, heißt es. Im Büro des zuständigen Landesrates Heinrich Dorner wird betont, dass man mit den VBB sehr flexibel sei und zügig auf solche Vorkommnisse reagieren könne.
Seitens der Landesholding wird außerdem auf eine Befragung verwiesen, die jetzt schon den Bedarf fürs nächste Jahr ausloten soll. Der Schulbeginn sei auch heuer planbar gewesen, im erhöhten Verkehrsaufkommen seien Verzögerungen aber nicht vorhersehbar, so die Erklärung. In den kommenden Tagen will man bei Bedarf noch nachjustieren.