Immo-Nachfrage im Burgenland bricht weiter ein
RE/MAX-Studie
Der RE/MAX Real Estate Future Index (RREFIX) ist die Summe von rund 600 Immobilienexperten-Meinungen in ganz Österreich, er prognostiziert für 2024 ein weiteres Sinken der Nachfrage, wenn auch nur mehr halb so schnell wie zuvor. Das Immobilienangebot steigt weiter, folglich sinken die Kaufpreise, die Mietpreise steigen leicht.
Der Traum vom Schlüssel für das eigene Haus wird derzeit nicht zuletzt aufgrund der hohen Zinsen von vielen aufgeschoben.
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Nicht alle Bundesländer werden von den zu erwartenden Veränderungen am Immobilienmarkt gleich betroffen sein. Mit einem Rückgang der Nachfrage rechnen alle, Wien ist mit einem Minus von 0,1 Prozent am optimistischsten, Burgenland und Vorarlberg am skeptischsten (minus 8,9 und minus 12,6 Prozent). Auch das Angebot, also wie viele Immobilien auf den Markt kommen, soll in allen Bundesländern von rund sechs Prozent in OÖ und Wien bis zehn bzw. 13 Prozent im Burgenland und Vorarlberg steigen.
Bei der Preiserwartung wird folglich ebenfall überall mit einem Rückgang gerechnet, drei und vier Prozent in Kärnten und Wien bis 11,5 und 12,5 in Vorarlberg und im Burgenland.
Detailprognose für das Burgenland
Bei Einfamilienhäusern fällt die Preiserwartung fällt im Burgenland nach einem Rückgang 2023 erneut mit -11,7 Prozent weiter ab, da auch die Nachfrage um zwei Prozent nachlässt, während das Angebot um acht Prozent wachsen soll.
Eigentumswohnungen in sehr guten Stadt-Lagen sollen mit minus 5,4 Prozent weniger stark fallen als noch im Vorjahr - in abgelegenen Gemeinden oder Stadträndern sinken sie mit rund acht Prozent deutlicher.
Der Preis für Baugrundstücke hielt sich im Vorjahr noch stabil (minus 1,7 Prozent), 2024 soll der Preisverfall aber auch hier mit minus neun Prozent deutlicher ausfallen.
Neu abzuschließende Wohnungsmieten steigen in zentralen Lagen dafür leicht (plus ein Prozent) an Stadträndern und Kleingemeinden um 2,4 und 2,1 Prozent.
„Erschwingliches“ unter 250.000 Euro bleibt weiterhin gefragt
Immo-Expertin Daniela Weiss von Remax betont die nach wie vor für burgenländische Verhältnisse sehr hohen Quadratmeterpreise im Nordburgenland. Hier sei bei „günstigen“ Objekten bis 250.000 Euro die Nachfrage noch gut. Aber: „Bei Einfamilienhäusern zwischen 300.000 und 600.000 Euro und bei neu gebauten Reihenhäusern und Eigentumswohnungen ist die Nachfrage jedoch aufgrund der Zinslage stark zurückgegangen. Im Vergleich zu 2022 ist daher die Nachfrage in der Region Neusiedl am See zurückgegangen, dieser Ort war bisher immer der Hotspot. Stabil geblieben ist sie in der Region Mattersburg, da hier die Preise erschwinglicher sind als in Neusiedl. Luxusimmobilien rund um den See lassen sich aktuell etwas schwerer verkaufen. Die Nachfrage nach Mietobjekten funktioniert sehr gut, weil die Menschen, wenn sie nicht kaufen können, auf die Miete ausweichen. Auch hochpreisige Mietobjekte sind gefragt. Interessenten aus der Slowakei sind im Moment etwas zurückhaltender. Jedoch merken wir verstärkt Zuzug von wohlhabenden Kunden aus Ungarn.“