294.000 Euro weniger: Auch finanziell muss sich die ÖVP neu ausrichten
Reformgruppe tagte
Das Minus der Landtagswahl bringt der Landes-ÖVP empfindliche Einbußen: Heuer gibt es 294.000 Euro weniger an Parteienförderung. In der Reformgruppe - die letztlich eine neue ÖVP-Spitze bringen soll - wurde daher jetzt auch über finanzielle Maßnahmen gesprochen.
Die ÖVP-Zentrale am Landtagswahl-Sonntag. Mittlerweile beraten Christian Sagartz und die Partei, wie es weitergeht
© Martin Ivansich
Die Nachfolge von Landesparteiobmann Christian Sagartz ist weiter offen, im selbst auferlegten Reformprozess hat die burgenländische Volkspartei nun aber über die finanziellen Einbußen infolge der Landtagswahl beraten. Aufgrund des Ergebnisses mit einem Minus von 8,6 Prozentpunkten werde die Parteiförderung heuer um rund 294.000 Euro geringer ausfallen als im Vorjahr und etwa 641.000 Euro betragen, hielt Landesgeschäftsführer Patrik Fazekas nach der Sitzung der Reformgruppe fest.
Es brauche daher Maßnahmen, um die Organisation der Partei auf die neuen Gegebenheiten auszurichten, so Fazekas. Wer ihm und Landesparteichef Christian Sagartz an der Parteispitze nachfolgen könnte, ließ die ÖVP weiter offen. Beide werden ihre Ämter nach dem Reformprozess zur Verfügung stellen. Spätestens am 16. Juni sollen die Ergebnisse vorliegen. Bis dahin soll die Reformgruppe die strukturelle, inhaltliche, personelle, organisatorische und finanzielle Neuausrichtung der Partei vorbereiten.
Die ÖVP kam bei der Wahl im Jänner auf 22 Prozent - 2020 waren es noch 30,6 Prozent - und hält damit bei acht Mandaten, statt wie bisher elf. Auch das Ziel einer Regierungsbeteiligung verpasste die Volkspartei, weil sich SPÖ und Grüne zu einer neuen Landesregierung zusammenfanden.