Raiffeisen steigt bei Enlion ein: Neuer Pilot für Energieversorgung

Regionale „Energiezellen“

Mit einer Beteiligung an der Enlion Service GmbH wollen die Raiffeisen Niederösterreich-Wien und die Raiffeisenlandesbank Burgenland den Ausbau dezentraler Energieversorgung in Österreich vorantreiben. Das Ziel: Ein Netzwerk sogenannter „Energiezellen“, in denen Strom lokal erzeugt, gespeichert und verbraucht wird.

v.l.: Andreas Schneemann, Gründer und Geschäftsführer von Enlion, Generaldirektor-Stellvertreterin Eva Fugger, Raiffeisenlandesbank Burgenland, und Generaldirektor Michael Höllerer, Raiffeisen Niederösterreich-Wien.

v.l.: Andreas Schneemann, Gründer und Geschäftsführer von Enlion, Generaldirektor-Stellvertreterin Eva Fugger, Raiffeisenlandesbank Burgenland, und Generaldirektor Michael Höllerer, Raiffeisen Niederösterreich-Wien.

© Raiffeisen NÖ-Wien

Mit einer Beteiligung an der Enlion Service GmbH wollen Raiffeisen Niederösterreich-Wien und die Raiffeisenlandesbank Burgenland die regionale Energieversorgung in Österreich stärken. Ziel der Partnerschaft ist der Aufbau eines Netzwerks sogenannter „Energiezellen“, in denen Strom lokal erzeugt, gespeichert und verbraucht wird. Im Mai startet in Ollersdorf (Bezirk Güssing) das erste Pilotprojekt.

In einer Presseaussendung betont Raiffeisen-Generaldirektor Michael Höllerer die Bedeutung neuer Ansätze für die Energiewende: „Um die Energiewende zu schaffen, braucht es unternehmerischen Mut, attraktive Initiativen und Produkte, aber auch die nötige Finanzierung.“ Die Kooperation mit Enlion solle regionale Energiekonzepte gezielt weiterentwickeln und Innovationen ermöglichen.

Auch Eva Fugger, stellvertretende Generaldirektorin der Raiffeisenlandesbank Burgenland, sieht Vorteile für die Region: „Das burgenländische Pionier-Modell der flächendeckenden Energiegenossenschaften zeigt eindrucksvoll, wie die Kraft der Gemeinschaft nicht nur die Energiewende vorantreibt, sondern auch wirtschaftliche Vorteile für alle Teilnehmer schafft.“ Durch die Zusammenarbeit mit Enlion und die Erweiterung des Angebots um den Ökostromtarif „Auri“ wolle man den Mitgliedern ein Komplettpaket an regionalem Ökostrom bieten.

Pilotprojekt in Ollersdorf

Das erste „Community Hub“ entsteht in Ollersdorf. Dort werden Photovoltaikanlagen, Batteriespeicher, Ladeinfrastruktur und digitale Dienste kombiniert. Ziel ist es, Bürger, Unternehmen und Gemeinden zu einer Energiegemeinschaft zu vernetzen und gemeinsam lokal erzeugten Strom zu nutzen.

Enlion-Geschäftsführer Andreas Schneemann sieht die Kooperation als wichtigen Schritt: „Es liegt an uns, das Energiesystem der Zukunft gemeinsam aufzubauen. Wir als Enlion wollen mit unseren Partnern bei Raiffeisen zeigen, dass es möglich ist, die Energieversorgung in die Hände der Regionen zu legen – erneuerbar, vernetzt und wirtschaftlich.“

Enlion, vormals Futuregrid.Energy Service GmbH, versteht sich als Plattform für lokale Energieversorgung und bietet technische Lösungen rund um erneuerbare Energie und Speicher. Mit dem Einstieg von Raiffeisen bringen die Banken nicht nur Finanzierungsmöglichkeiten, sondern auch Erfahrung bei der Gründung von Energiegemeinschaften ein.

Ob das Modell der „Energiezellen“ einen nachhaltigen Beitrag zur Energiewende leisten kann, wird sich in den kommenden Jahren zeigen.