2:2! Der SC Neusiedl lässt beim Schlusslicht zwei Punkte liegen

REGIONALLIGA OST

Der NSC kam beim Tabellenletzten Elektra trotz ansprechender Leistung und klaren Vorteilen im Spiel nicht über ein 2:2 hinaus. Der Druck im Abstiegskampf wird in der Seestadt daher nicht kleiner.

Tomas Bockay erzielte den Neusiedler Ausgleichstreffer zum 1:1.

Tomas Bockay erzielte den Neusiedler Ausgleichstreffer zum 1:1.

© Martin Ivansich

Als Tabellenfünfzehnter für Neusiedl zum Schlusslicht TWL Elektra nach Wien – mit dem Wissen, dass im Abstiegskampf jeder Punkt zählt. In der Seestadt ist der Kampf um den Klassenerhalt längst Realität, und dieser wird auch angenommen. Die Gäste starteten engagiert in die Partie und hätten beinahe einen Traumstart hingelegt. Bereits in der 2. Minute hatte Elias Tarzi die große Chance auf die frühe Führung, scheiterte jedoch aus kurzer Distanz am heimischen Schlussmann. Eine vergebene Möglichkeit, die sich nur wenig später rächen sollte.

Nach einem Missverständnis zwischen Marek Rigo und Lukas Umprecht schaltete Elektra-Offensivmann Cem Üstündag am schnellsten und brachte die Wiener in der 6. Minute mit 1:0 in Führung. Ein Rückschlag für die Burgenländer, die sich davon aber nicht aus der Ruhe bringen ließen.

Neusiedl übernahm in weiterer Folge klar das Kommando und hatte deutlich mehr Ballbesitz sowie Spielanteile. Was fehlte, war die nötige Konsequenz im Abschluss. So ging es mit einem 0:1-Rückstand in die Pause.

Verdienter Ausgleich, aber wieder zu einfaches Gegentor

Kurz nach Wiederbeginn folgte dann die verdiente Belohnung: In der 48. Minute vollendete Tomas Bockay eine schnelle Kombination per Kopf zum 1:1-Ausgleich. Doch erneut hielt die Freude nicht lange. Nur acht Minuten später präsentierte sich die Gäste-Defensive ungeordnet, was Alexander Krammer zur neuerlichen Führung für Elektra nutzte. „Es war wieder ein vermeidbares Gegentor“, ärgerte sich Co-Trainer Norbert Pammer.

Immerhin zeigte Neusiedl diesmal die schnelle Reaktion. Nur 90 Sekunden nach dem Rückstand stellte Baran Yildiz auf 2:2 und brachte sein Team zurück ins Spiel. In der Schlussphase drängten die Burgenländer auf den Sieg, doch einmal mehr fehlte die Effizienz. Sinnbildlich dafür die 80. Minute: Stürmer Erik Burai eroberte den Ball, lief alleine auf Elektra-Keeper Pirmin Strasser zu, konnte diesen jedoch nicht überwinden.

So blieb es beim 2:2, das den Neusiedlern im Abstiegskampf nur bedingt weiterhilft. „Die Leistung war ansprechend, noch einmal ein Schritt nach vorne gegenüber letzter Woche. Jeder weiß, um was es geht und gibt alles. Wir müssen aber effizienter werden und natürlich müssen jetzt Punkte her. Der Auftritt macht aber Mut – wenn wir weiter so spielen, bin ich zuversichtlich“, so Trainer Günter Gabriel abschließend.

Weiter geht es in Neusiedl mit einer intensiven Woche. Am Mittwoch gastiert Rapid (17 Uhr) zu einem Testspiel im Burgenland. Deshalb findet das Heimspiel gegen Marchfeld auch am ungewohnten Samstag-Termin - ebenfalls 17 Uhr - statt.

Statistik

TWL Elektra - SC Neusiedl 2:2 (1:0).
1:0 (6.) Üstündag, 1:1 (48.) Bockay, 2:1 (56.) Krammer, 2:2 (58.) Yildiz.
Gelbe Karten: Kovacevic (40. Unsportlichkeit), Francesevic (45+1. Unsportlichkeit), Grvala (63. Foul); Umprecht (9. Unsportlichkeit), Tatzer (31. Unsportlichkeit), Rigo (84. Foul), Missi Tomp (90+1. Foul).
SR:Marchsteiner, 145.
Elektra: Strasser; Hoscha (82. Pajkic), Francesevic, Yilmaz (50. Grvala), Krammer (73. Schirmacher), Üstündag (82. Limani), Kovacevic (73. Isaev), Haas, Asceric, Harnisch, Schaller.
Neusiedl:Gindl; Buzuk (29. Demitra), Missi Tomp, Bockay, Tarzi; Yldiz (69. Fattoum), Umprecht; Tarz, Rigo, Dizdarevic; Burai (84. Raphael Federer).