Zu Gast beim Schlusslicht: Parndorfer sind die Favoriten in Favoriten
Regionalliga Ost
Bei Parndorf fehlen derzeit einige Spieler, die schon Erfahrung in der Regionalliga und in höheren Ligen gesammelt haben. Zudem fehlt auch die Effizienz im Abschluss.
Dominik Wydra konzentriert sich nicht auf den Gegner FavAC, sondern auf seine Parndorfer
© Christopher Schneeweiß
FavAC - Parndorf, Freitag, 19.10 Uhr. Parndorf hat den einzigen Sieg in dieser Saison gegen Retz gefeiert, gegen den Vorletzten. Am Freitag geht es nach Wien zum punktelosen Letzten. Also sollten die Aufsteiger beim Fast-Absteiger in Favoriten die Favoriten sein. „Es ändert nichts, wie der Gegner dasteht. Ich will gewinnen", sagt Trainer Dominik Wydra. Der kennt auch die Tücken des Spiels auf dem engen Kunstrasenplatz. „Sie haben nichts zu verlieren, aber ich will nicht zu sehr auf den Gegner schauen, sondern auf uns." Punkto Personal möchte er keine Spekulationen machen, die Größe des Lazaretts könne sich stets verändern. Wydra: „Ich kann nur von Tag zu Tag schauen, wer fit wird. Es soll ja auch keiner zu früh anfangen und dann noch länger ausfallen."
Vier gestandene Spieler sind außer Gefecht
Wydra wollte seiner Mannschaft nach dem 0:1 gegen Mauer keinen Vorwurf machen: „Wir haben in dieser Saison in keiner Partie schlecht gespielt, vielleicht mit dem Heimspiel gegen Neusiedl als Ausnahme. Da haben wir am Anfang wirklich nicht gut gespielt." Obwohl einige Spieler noch wenig Erfahrung in der Regionalliga haben. Das liegt auch daran, dass einige Routiniers angeschlagen oder verletzt sind. So fehlt Lukas Rath schon seit Beginn der Saison. Gegen Mauer waren auch Lukas Grozurek und Daniel Luxbacher angeschlagen und somit nicht im Kader. Auch Christian Gartner reiht sich ein in die Riege der verletzten Routiniers. Wydra: „Am Montag vor dem Spiel gegen Mauer habe ich neun Spieler beim Training gehabt, weil da der eine oder andere auch noch krank war." Der Trainer und Abwehrchef jammert aber nicht, „auch wenn es in der Situation manchmal eine Herausforderung ist, eine Mannschaft zusammen zu stellen".
Der FavAC blieb nur mit Glück in der Liga
Dass es zu diesem Spiel kommt, liegt daran, dass die Insolvenz von TWL Elektra den FavAC vor dem Abstieg bewahrt hat. Vor einem Jahr gab es das letzte Duell der beiden Klubs, Parndorf gewann damals als Burgenlandliga-Klub den Test gegen den Regionalligaklub 4:3. In der damaligen Startelf standen fast nur Spieler, die weg sind oder in Neudorf kicken. Vom aktuellen Ostliga-Kader saßen nur Kraus, Buliga, Jani und Haider auf der Bank, ebenso der verletzte Rath. Davor gab es ebenfalls nur Tests im Jahr 2016 und 2010 zwischen Parndorf als Regionalligist und den Favoritnern in der Wiener Liga.