Rücktritt! Peter Krenmayr ist nicht mehr Präsident beim ASV Siegendorf

Regionalliga Ost

Der ASV Siegendorf und Peter Krenmayr gehen getrennte Wege. Der Vereinsboss zieht sich nach mehr als acht Jahren an der Spitze des Traditionsvereins zurück.

Peter Krenmayr hat sich als Präsident des ASV Siegendorf zurückgezogen. Der Rücktritt erfolgte ohne großes Tamtam, kam aber eben zuletzt ans Tageslicht.

Peter Krenmayr hat sich als Präsident des ASV Siegendorf zurückgezogen. Der Rücktritt erfolgte ohne großes Tamtam, kam aber eben zuletzt ans Tageslicht.

© Martin Ivansich

„Acht Jahre an vorderster Front reichen“, so Peter Krenmayr im Gespräch mit der BVZ. Dass die lange Zeit an der Vereinsspitze, in der Siegendorf vom 2. Liga Nord-Mittelständler zum Regionalliga Ost-Verein avancierte, alleine nicht der Grund ist, verneinte der scheidende Präsident gar nicht. „Es gab schon auch den einen oder anderen Grund für diese Entscheidung“, so der 64-Jährige über den Antrieb, den ASV Siegendorf zu verlassen. Dabei war der Verein in der Regionalliga Ost zuletzt wieder gut unterwegs. Nach dem ersehnten Aufstieg aus der Burgenlandliga in der Saison 2021/2022 folgte gleich darauf der überraschende sofortige Abstieg aus der Ostliga.

10 Punkte-Plan, der nicht angenommen wurde

Der zweite Anlauf in die dritthöchste Spielstufe Österreichs gelang dann aber prompt wieder – und zwar mit einer rundumerneuerten Mannschaft. Somit wurde Siegendorf im Sommer 2024 wieder Meister und feiert in dieser Saison sein Comeback. Mehr noch: Auch der mögliche weitere Gang in die 2. Liga stand für den motivierten Klubboss immer im Fokus. Daraus wird bis auf weiteres einmal nichts, zumindest nicht mit Peter Krenmayr im Amt des geschäftsführenden Präsidenten.

Ins Detail wollte er dabei nicht gehen, verriet aber so viel: „Ich bin enttäuscht von dem einen oder anderem im Vorstand.“ Krenmayr habe einen 10-Punkte-Plan für den Verein vorgeschlagen, was die künftige Ausrichtung und die längerfristige Zukunft des ASV Siegendorf betrifft. Dieser Plan wurde aber laut dem scheidenden Boss vom Vorstand nicht angenommen.

„Ich war sieben Tage die Woche für Spieler und Verein im Einsatz. Jetzt bin ich bald 65, da muss man sich nicht mehr alles antun.“

Den Klub will Krenmayr aber weiterhin unterstützen: „Ich werde meine Quellen nutzen, aber nicht mehr in dem Ausmaß wie bisher.“ Wie es beim ASV, der in den letzten Jahren doch sportlich einiges erreichte - eben zweimal Burgenlandliga-Meister und BVF-Cup-Sieger wurde - weitergeht, ist noch unklar.

Laut Krenmayr steht aber bereits ein Nachfolger und ein Hauptsponsor in den Startlöchern. Von Vereinsseite hielt man sich bedeckt. Obmann Stefan Strommer will nun einmal intern und vor allem hinter den Kulissen Gespräche über die Zukunft des Klubs führen.