Zeitgenössische und klassische ungarische Dichtung im Mittelpunkt
Rezitationswettbewerb
Der Burgenländisch-Ungarische Kulturverein (BUKV) organisierte im Kontaktzentrum in Oberwart seinen ungarischen Rezitationswettbewerb. Insgesamt 97 Schülerinnen und Schüler im Alter von 6 bis 18 Jahren nahmen am Wettbewerb teil. Diese konnten die Gedichte frei wählen, neben Klassikern waren auch Gedichte zeitgenössischer Dichter zu hören.
So sehen Sieger aus. Diese Volkschülerinnen und Volksschüler konnten erste Plätze erringen.
© Michaela Grabner
Pandemiebedingt veranstaltete der BUKV in den vergangenen zwei Jahren den Rezitationswettbewerb in Videoform, dieses Jahr jedoch konnten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer erneut auf die Bühne treten. Die Volkschüler eröffneten den Wettbewerb. Insgesamt 71 junge Schülerinnen und Schüler präsentierten aufgeteilt nach Muttersprache und Schulstufe ihre Gedichte den Mitstreitern sowie der dreiköpfigen Jury. Unter den Volkschulkindern starteten 45 Kinder mit nicht-ungarischer Muttersprache und 26 mit ungarischer Muttersprache ins Rennen. Bei den 6- bis 10-Jährigen waren Gedichte von Zoltán Zelk, Ágnes Nemes Nagy und Sándor Weöres sehr beliebt.
Am Wettbewerb nahmen außerdem 26 Schülerinnen und Schüler aus Mittelschule und Gymnasium teil (Altersgruppe 11-14 und 15-18 Jahre), 15 von ihnen mit ungarischer Muttersprache. Auch sie präsentierten geteilt nach Muttersprache und Schulstufe im Kontaktzentrum ihr Können. Auch die älteren Teilnehmerinnen und Teilnehmer wählten gerne Gedichte von Sándor Petőfi, Endre Ady und János Arany aus.
Mit Genehmigung und in Kooperation mit der Bildungsdirektion Burgenland schreibt der Burgenländisch-Ungarische Kulturverein (BUKV) zu Beginn jedes Schuljahres seinen traditionellen Rezitationswettbewerb aus. Treibende Kraft des Rezitationswettbewerbs sind die Ungarischpädagoginnen und -pädagogen, die ihre Schülerinnen und Schüler im Rahmen des Ungarischunterrichts motivieren und vorbereiten. Heuer meldeten 15 Lehrerinnen und Lehrer insgesamt 97 Schülerinnen und Schüler aus 17 Bildungseinrichtungen zum Wettbewerb an, aufgeteilt in 18 Kategorien nach Schulstufen und Muttersprachler. Die Vorentscheide wurden von den Lehrkräften schulintern durchgeführt, resultierend daraus durften jeweils zwei Schulkinder pro Kategorie am Finale teilnehmen.
Ludwig Baliko – Landesschulinspektor im Ruhestand, Irene Hanel-Gangoly – ehemalige Lehrerin am Bundesgymnasium Oberschützen, Alexander Kulman – ehemaliger Obmann des Mittelburgenländisch-Ungarischen Kulturvereins und erster Direktor der Österreichischen Schule Budapest sowie Judit Gergó – Journalistin bewerteten die Beiträge.
Augenmerk lag vor allem auf der Aussprache und der Verständlichkeit, aber auch der Vortragsstil und die richtige Interpretation des Textes waren der Jury wichtig. Als Zeichen der Anerkennung ihrer Leistung bekamen heuer alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer eine Urkunde und eine aktuelle Ausgabe des ungarischen Magazins Szitakötő, welche die Weiterentwicklung ihrer ungarischen Sprachkenntnisse fördert. Die Bestplatzierten erhielten zudem ein weiteres Buchpräsent.