Der MSV jubelte bei der Jubiläumsausgabe des Rosalienpokals
ROSALIENPOKAL
Zum 30. Mal ging der Rosalienpokal über die Bühne. Der SV Forchtenstein lud in die Mattersburger Sporthalle – und durfte sich über volle Ränge, guten Hallenfußball und dramatische K.-o.-Spiele freuen.
© Annemarie Puchegger
Der Rosalienpokal ist längst ein Fixpunkt im burgenländischen Hallenfußballkalender. Zum 30. Mal bat der SV Forchtenstein in die Mattersburger Sporthalle auf das Parkett. Mittlerweile ist der Traditionsbewerb nördlich des Sieggrabener Sattels das einzige Hallenturnier für Kampfmannschaften im Land – ein Alleinstellungsmerkmal, das sich auch heuer bezahlt machte. Acht Teams folgten dem Ruf der Burgherren, bis auf Schützen und die AKA U18 stammten alle Teilnehmer aus dem Bezirk Mattersburg. Entsprechend groß war der Zuschauerandrang. Die Ränge waren gut gefüllt, die Stimmung ausgelassen.
„Das war in dieser Hinsicht ein voller Erfolg. Die Halle war richtig gut besucht und die Spiele waren auf sehr gutem Niveau. Wir haben unser Ziel Kreuzspiele leider verpasst, der Auftritt der Mannschaft war aber in Orndung“, zeigte sich SVF-Trainer Ronald Spuller mit der Resonanz hochzufrieden und sprach von einer gelungenen Veranstaltung. Sportlich lief es für die Gastgeber allerdings nicht nach Wunsch. Nur ein Sieg in der Gruppenphase bedeutete letztlich das Verpassen der Semifinalspiele.
Dort setzten sich erwartungsgemäß die beiden Burgenlandliga-Klubs durch. Topfavorit Mattersburg stürmte mit neun Punkten aus drei Spielen und einem beeindruckenden Torverhältnis von 18:0 ins Halbfinale. Auch Bad Sauerbrunn A löste souverän als Gruppensieger das Ticket für die Finalphase. Komplettiert wurde das Semifinal-Quartett von Schattendorf sowie dem Überraschungsteam aus Antau.
Und die K.-o.-Spiele hatten es dann in sich: Dramatik pur war angesagt. Enge Partien, späte Treffer und packende Zweikämpfe sorgten für Hochspannung bis zur letzten Minute. Den Start machten der spätere Turniersieger Mattersburg gegen den klaren Underdog aus Antau. Unbedingt riesig war der Unterschied allerdings nicht. Denn der Klub aus der 1. Klasse Mitte schlug sich tapfer - musste erst in der Schlussphase den entscheidenden Gegentreffer einstecken und verlor letzten Endes mit 3:2. Im zweiten Semifinale ging es ungleich knapper her. Bad Sauerbrunns erste Garde setzte sich gegen Schattendorf mit 2:1 durch.
Im Spiel um Platz drei traf demnach Antau auf Schattendorf. SVA-Kapitän Karl Gerdenich traf auf altbekannte Gesichter und verkaufte sich mit seinen Mannen auch im Kampf ums Stockerl teuer. Bis zur letzten Sekunde schnupperte man an der Sensation, mit dem 3:1 kurz vor Abpfiff mussten sich die Schwarz-Weißen jedoch geschlagen geben. Gerdenich resümierte dennoch positiv: „Wir sind mit dem ältesten Kader und den geringsten Erwartungen ins Turnier gegangen. Ein gemeinsamer starker Auftritt, der sicherlich Lust auf mehr macht, brachte uns am Schluss den sensationellen vierten Platz ein.“
Ein bis dahin ohnehin schon von diversen Highlights geprägtes Jubiläumsturnier kulminierte im Gipfeltreffen der beiden Burgenlandliga-Vertreter. Und das begann überraschend - denn Bad Sauerbrunn startete fulminant ins Endspiel. Ein schneller Doppelschlag von Routinier Benjamin Knessl, darunter ein für die Halle auf untypische Art und Weise erzielter Treffer nach einem Einwurf, ließ die Kurortler über einen raschen Zwei-Tore-Vorsprung jubeln. Lukas Secco hatte vor der Pause aber andere Pläne und doch etwas dagegen - er verkürzte vor dem Seitenwechsel auf 2:1 und krönte damit ein überragendes Turnier. Mit sieben Treffern sicherte sich der Offensivmann den Pokal des besten Spielers und Torschützen.
Matchwinner im Finale war allerdings nicht der Mann des Abends, sondern dessen Teamkollege Justin Strodl. Der scorte aus kürzester Distanz zum 2:2 und bewahrte seinen MSV mit acht Sekunden auf der Uhr nicht nur vor einem potenziellen Penaltyschießen, sondern besiegelte mit einem sehenswerten Treffer zum 3:2 auch den Endstand. Dementsprechend groß war die Freude über den Sieg beim Vorstandsvorsitzenden der Bezirkshauptstädter, Mauro Abdihodzic: „Zunächst möchten wir uns auf diesem Weg noch einmal recht herzlich beim SV Forchtenstein für die Einladung bedanken. Es hat uns sehr gefreut, nach so langer Zeit wieder Teil des Rosalienpokals zu sein. Besonders freut es uns für den SV Forchtenstein, dass so viele Zuschauer den Weg in die Halle gefunden haben – das Turnier war hervorragend organisiert. Wir sind mit einer sehr jungen Mannschaft angetreten, unser ältester Spieler war gerade einmal 24 Jahre alt, und haben eine sehr starke Leistung gezeigt. Das war größtenteils wirklich schon sehr ansehnlicher Hallenfußball.“
GRUPPE A:
SC Bad Sauerbrunn B – UFC Schützen am Gebirge 1:1
MSV 2020 – SV Schattendorf 8:0
SC Bad Sauerbrunn B – MSV 2020 0:4
SV Schattendorf – UFC Schützen am Gebirge 3:1
UFC Schützen am Gebirge – MSV 2020 0:6
SV Schattendorf – SC Bad Sauerbrunn B 3:2
ENDSTAND
1. MSV 2020 – 9 Punkte, 18:0 Tore
2. SV Schattendorf – 6 Punkte, 6:11 Tore
3. SC Bad Sauerbrunn B – 1 Punkt, 3:8 Tore
4. UFC Schützen am Gebirge – 1 Punkt, 2:10 Tore
GRUPPE B:
AKA Bgld. U18 – SV Antau 1:3
SC Bad Sauerbrunn A – SV Forchtenstein 1:1
AKA Bgld. U18 – SC Bad Sauerbrunn A 2:4
SV Forchtenstein – SV Antau 0:1
SV Antau – SC Bad Sauerbrunn A 1:5
SV Forchtenstein – AKA Bgld. U18 6:2
ENDSTAND
1. SC Bad Sauerbrunn A – 7 Punkte, 10:4 Tore
2. SV Antau – 6 Punkte, 5:6 Tor
3, SV Forchtenstein – 4 Punkte, 7:4 Tor
4. AKA Bgld. U18 – 0 Punkte, 5:13 Tore
SEMIFINALE
MSV 2020 – SV Antau 3:2
SV Schattendorf – SC Bad Sauerbrunn A 1:2
SPIEL UM PLATZ 3
SV Schattendorf – SV Antau 3:1
FINALE
MSV 2020 - SC Bad Sauerbrunn A 3:2