Unbekannte Täter beschmierten Ortstafel in Neudörfl mit Farbe

Sachbeschädigung

Vom Samstag auf Sonntag haben unbekannte Täter unter anderem die Ortstafel in Richtung Wr. Neustadt mit roter Farbe besprüht. Der Schriftzug dürfte in arabischer Sprache verfasst worden sein. Anzeichen, dass die Tat politisch oder religiös motiviert sei, gibt es allerdings keine, sagt Bürgermeister Dieter Posch.

Derzeit noch unbekannte Täter haben in der Nacht vom Samstag auf Sonntag unter anderem das Ortschild in Richtung Neudörfl mit roter Farbe besprüht.

Derzeit noch unbekannte Täter haben in der Nacht vom Samstag auf Sonntag unter anderem das Ortschild in Richtung Neudörfl mit roter Farbe besprüht.

© zVg | facebook

Offenbar handle es sich um eine persönlich-emotionale Botschaft, die auf die Ortstafel, die Mauer des Caritashaus Sarah sowie auf das Grenzwächterhäuschen gesprüht wurde. „Ich bin besonders in der gegenwärtigen unruhigen Zeit– siehe Naher Osten oder Ukraine – beruhigt und mittlerweile auch in meiner Annahme bestätigt, dass es sich dabei um keine politisch oder fanatisch-religiös motivierten Aufrufe oder dergleichen handelt“, sagt Bürgermeister Dieter Posch.

Die Tat dürfte sich vom Samstag auf Sonntag ereignet haben. Das bestätigt die Polizeiinspektion Neudörfl. Abteilungsinspektor Manfred Heigl sagt, dass die Spurensicherung durchgeführt wurde und Ermittlungen gegen unbekannte Täterschaft derzeit laufen.

Schriftzug auf Tafel wurde mittlerweile von Gemeindemitarbeitern entfernt

Der Schriftzug auf der Ortstafel wurde mittlerweile von Gemeindemitarbeitern entfernt, sagt Bürgermeister Posch. „Auf der Ortseinfahrt-Seite sieht man gar nichts mehr, auf der Ortsausfahrt-Seite ist noch ein leicht rötlicher Schimmer zu erkennen.“

Sachbeschädigungen dieser Art kommen in Neudörfl zwar selten, aber doch immer wieder vor, weiß der Bürgermeister zu berichten: „Vor einigen Jahren wurde einmal die Sportplatzmauer mit einer Liebesbotschaft beschmiert, damals war es – meine ich – in türkischer Sprache.“ Passiert so etwas in einer fremden Sprache, kochen die Spekulationen häufig zunächst einmal hoch und eine gewisse Sorge schwingt mit, ist sich Bürgermeister Dieter Posch bewusst. „Deswegen bin ich froh, dass es im aktuellen Fall offenbar nur eine persönliche Botschaft war.“ Verhindern könne man so etwas nur bedingt, egal aus welcher Richtung es kommt. Kürzlich erst hätten offenbar enttäuschte Austria-Wien-Anhänger die Altglascontainer und Schaltkästen beschmiert.

FPÖ-Gemeinderat Robert Perger: Erkennbarkeit des Wortes „Allah“ lasse einen religiösen Hintergrund nicht ausschließen

FPÖ-Gemeinderat Robert Perger hat das Foto der Ortstafel auf Facebook gepostet. „Es ist nur allzu verständlich, dass solche Schmierereien in der Gemeinde verunsichern und beunruhigen“, sagt er. „Die klare Erkennbarkeit des Wortes 'Allah' lässt einen religiösen Hintergrund nicht ausschließen. Es ist wichtig, dass die Polizei die Ermittlungen weiterführt und die Täter ausfindig macht, da diese wahrscheinlich nicht so weit weg sind. Dies ist entscheidend, um das Vertrauen und die Sicherheit in der Gemeinde wiederherzustellen.“