Der Seniorenbund präsentierte den Plan für die ältere Generation
Sachthemen & Umfrage
Als politisches Programm hat der Burgenländische Seniorenbund mit fachlicher Expertise und auf Basis einer Mitgliederbefragung zentrale Themen herausgearbeitet. Landesobmann Rudolf Strommer hat den Seniorenplan nun wie angekündigt präsentiert, zusammen mit Nationalratsabgeordnetem Christoph Zarits und dem ehemaligen Abgeordneten Rudolf Taschner.
Präsentierten den Seniorenplan. Der frühere Nationalratsabgeordnete Rudolf Taschner, Seniorenbund-Landesobmann Rudolf Strommer und Nationalratsabgeordneter Christoph Zarits (v.l.).
© Wolfgang Millendorfer
Einen Ausblick auf den Plan für die ältere Generation hat der Seniorenbund schon unmittelbar nach seiner Umfrage gegeben, jetzt wurde das Programm im ÖVP-Haus in Eisenstadt präsentiert. In einer Umsetzung der zentralen Punkte des Plans sieht Seniorenbund-Landesobmann Rudolf Strommer „eine Stärkung der gesamten Gesellschaft, man muss es nur wollen“.
Erstellt wurde der Seniorenplan in einem intensiven Prozess, wie Strommer zusammenfasste: „Zusätzlich zu den laufenden Aktivitäten wollen wir einen Ausblick darauf geben, wohin es gehen kann, kritische Fragen aufzeigen und auch Lösungen vorschlagen.“
Die Grundlagen habe man in Bezirkskonferenzen zu Sachthemen wie Sicherheit, Gesundheit oder Pflege erarbeitet. Im Zuge der Umfrage unter den Seniorenbund-Mitgliedern wurden 729 Fragebögen beantwortet und zusätzlich durch Telefoninterviews gestützt.
© Wolfgang Millendorfer
Aus diesem „Senioren-Barometer“ hätten sich schließlich einige Kernthemen herauskristallisiert, wie etwa der Bereich Altersdiskriminierung und Digitalisierung, ärztliche Versorgung und Pflege, Mobilität oder auch die generelle politische Mitsprache. In diesem Zusammenhang erinnerte Rudolf Strommer daran, dass er – als früherer Zweiter Landtagspräsident der ÖVP – derzeit einen Vorzugsstimmen-Wahlkampf um den Einzug ins Landesparlament führt.
„Die Jungen rennen schneller, die Älteren kennen die Abkürzung“
„Ohne allzu parteipolitisch zu werden“, merkte Strommer kritische Sätze zur Pflege oder zur Mobilität an; diskutieren will er sie im Landtag, um die Themen der älteren Generation zu transportieren. Ein weiteres Beispiel Strommers: „Besonders unter den Nägeln brennt die Altersdiskriminierung. Und die beginnt nicht erst im höheren Alter, sondern vielleicht schon im Arbeitsleben, wenn zum Beispiel Arbeitnehmer um die 50 nicht mehr zur Fortbildung geschickt werden.“
Ein Motto fügte auch der burgenländische ÖVP-Nationalratsabgeordnete Christoph Zarits an: „Die Jungen laufen vielleicht schneller, aber die ältere Generation kennt die Abkürzungen. Gemeinsam sind wir unschlagbar.“ Der Mathematiker und frühere Abgeordnete Rudolf Taschner regte an, dass das Burgenland mit dem Seniorenplan eine Vorreiterrolle einnehmen solle.