Frischer Wind im Fischerverein Kalkgruben

Saisonstart

Mit Beginn der neuen Angelsaison bis 31. Oktober präsentiert sich der Fischerverein Kalkgruben in neuem Glanz. Nach intensiven Winterarbeiten und einem personellen Neustart im Vorstand blickt der traditionsreiche Verein optimistisch in die Zukunft und knüpft zugleich an seine Wurzeln an.

Die Mitglieder des Fischervereins Kalkgruben sorgen mit Einsatz und Gemeinschaftssinn für eine gepflegte Anlage und ein aktives Vereinsleben.

Die Mitglieder des Fischervereins Kalkgruben sorgen mit Einsatz und Gemeinschaftssinn für eine gepflegte Anlage und ein aktives Vereinsleben.

© Fischerverein Kalkgruben

Gegründet wurde der Verein am 13. August 1981 unter dem Namen „Club 1 Fischer Kalkgruben“. Schon damals stand mehr im Mittelpunkt als nur der Fischfang: Die Erhaltung der Umwelt, die Pflege der Gewässer und die Weitergabe des Fischereisports an die Jugend wurden als zentrale Ziele definiert. Nachdem die Mitglieder anfangs noch weite Strecken zurücklegen mussten, um ihrem Hobby nachzugehen, entstand Mitte der 1980er-Jahre mit großem ehrenamtlichem Einsatz eine eigene Teichanlage. 1987 wurde diese schließlich feierlich eröffnet und in den Folgejahren naturnah gestaltet.

Heute umfasst die Anlage drei Teiche, darunter zwei Friedfisch- und einen Raubfischteich. In ihnen finden sich Arten wie Amur, Hecht, Stör, Karpfen, Wels und Zander. Dabei steht nicht allein der sportliche Aspekt im Vordergrund. „Hege und Pflege der Natur haben oberste Priorität“, betont der Verein. Die naturnahe Gestaltung schafft Rückzugsräume für Fische und fördert gleichzeitig die Artenvielfalt in der umliegenden Tierwelt.

Seit Jänner 2026 sorgt ein neuer Vorstand für frischen Schwung. Obmann Sascha Brandt und sein Team, bestehend aus Stellvertreter Manuel Tritremmel, Schriftführerin Monika Luif mit Stellvertreter Robert Berger sowie Kassierin Verena Guba und ihrem Stellvertreter David Brandt haben bereits in den vergangenen Monaten zahlreiche Maßnahmen umgesetzt. So wurden beschädigte Bäume entfernt, rund 30 Jungbäume und über 40 Sträucher gepflanzt und die Anlage umfassend gepflegt.

Auch der Fischbestand wurde gezielt ergänzt: Insgesamt rund 500 Kilogramm Fisch wurden im Herbst und Frühjahr eingesetzt. Besonderes Augenmerk legt der Verein auf einen schonenden Umgang mit den Tieren. Schonhaken, Abhakmatten und Desinfektion sind Standard, viele Fische werden nach dem Fang wieder zurückgesetzt. Dadurch gibt es im Teichbestand auch Exemplare, die bereits bis zu 30 Jahre alt sind.

Neben ökologischen Maßnahmen soll auch das Vereinsleben wieder stärker belebt werden. Geplant ist, das sogenannte Hegefischen wieder regelmäßig zu etablieren und insbesondere junge Mitglieder für den Sport zu begeistern. Erste Erfolge sind bereits sichtbar: Der Anteil jüngerer Fischer im Verein steigt wieder.

Auch das Angebot rund um die Teichanlage wurde weiterentwickelt. Neben Tages- und 24-Stunden-Karten, die auch Nachtfischen ermöglichen, gibt es auch Saisonkarten. Die Anlage bietet eine umfassende Infrastruktur mit Stromanschlüssen, barrierefreiem WC, Müllentsorgung sowie gemütlichen Sitzmöglichkeiten und Feuerstelle. Im Zuge des Nachtfischens besteht zudem die Möglichkeit, direkt vor Ort zu übernachten.

Für Gruppen können außerdem einzelne Teiche gemietet werden, was das Areal auch für Ausflüge attraktiv macht. Die Beliebtheit des Vereins reicht weit über die Region hinaus: Besucherinnen und Besucher aus dem gesamten Burgenland, Niederösterreich und aus Wien nutzen das Angebot.

Für die kommenden Jahre setzt der Verein auf Kontinuität und Weiterentwicklung. Ziel ist es, den Fischereisport wieder stärker ins Bewusstsein zu rücken und gleichzeitig die naturnahe Anlage langfristig zu erhalten. Interessierte und neue Mitglieder sind jederzeit willkommen, Teil der Gemeinschaft zu werden.