Dammstraße in Bruckneudorf wieder für den Verkehr freigegeben
Sanierung abgeschlossen
Deutlich über ein halbes Jahr war die Verbindung zwischen Bruckneudorf und Kaisersteinbruch über das TÜPl-Gelände nun gesperrt. Der Grund waren massive Fahrbahnschäden, weil Biber und Nutrias mit ihren Gängen den Untergrund ausgehöhlt hatten.
© Österreichisches Bundesheer
Seit wenigen Tagen kann die Dammstraße, auch bekannt als Panzerstraße, zwischen Bruckneudorf und Kaisersteinbruch wieder befahren werden kann. Die Straße, die sich auf dem Gelände des Truppenübungsplatzes Bruckneudorf befindet, wird gerne als Abkürzung zwischen den beiden Orten genutzt. Die Straße entlang des Steinbachs war über ein halbes Jahr gesperrt, weil sie und der gesamte Damm umfassend saniert werden mussten.
Notwendig wurde dies, weil Biber und Nutrias unter der Straße ausgedehnte Höhlensysteme angelegt hatten, durch die die Fahrbahn immer wieder einstürzte. Die Straße musste daher aus Sicherheitsgründen bis zum Abschluss der Sanierug für den Verkehr gesperrt werden.
Man entschied sich für eine umweltgerechte Sanierung des 850 Meter langen Damms, um den Tieren weiterhin einen sicheren Lebensraum zu bieten. Mit einem Drehkranzbagger wurden 20 Zentimeter Humus auf einer Breite von acht Metern zwischen der Fahrbahn und der Bachmitte abgegraben. Dort wurde ein engmaschiges stählernes Bibergitter verlegt und verankert, das am Ende wieder mit Humus bedeckt wurde (die NÖN berichtete). Innerhalb eines Jahres soll sich also dort wieder der natürliche Bewuchs entlang der Fahrbahn ausbreiten.
Mit der Wiedereröffnung der Dammstraße sei nun ein wichtiger Verkehrsweg des Truppenübungsplatzes Bruckneudorf wieder nutzbar. Diese Verkehrsanbindung ermögliche eine schnellere und direkte Anbindung zu den Lagern Kaisersteinbruch und dem Militärhundezentrum Kaisersteinbruch und erleichtere den täglichen militärischen Dienstbetrieb erheblich, wird vonseiten des Bundesheeres betont, dass sich dadurch die die Belastung durch militärischen Schwerverkehr für die Wilfleinsdorfer Bevölkerung wieder deutlich reduzieren sollte. Schließlich mussten alle militärischen Fahrzeuge für die Dauer der Sperre den Umweg über Wilfleinsdorf nach Kaisersteinbruch nehmen.
Zudem ist die Militärstraße nun auch wieder für den öffentlichen Verkehr freigegeben, wodurch auch die Bevölkerung von Bruckneudorf nach Kaisersteinbruch die beliebte Abkürzung wieder nutzen kann.
Der Zustand des Damms werde weiterhin regelmäßig überprüft, um eine langfristige Nutzung sicherzustellen. Zudem würden immer wieder Maßnahmen ergriffen, um den Lebensraum der Biber und Nutrias sowie anderer Tiere im Umfeld des Truppenübungsplatzes zu schützen und zu erhalten.
Der Truppenübungsplatz Bruckneudorf bleibe weiterhin bestrebt, eine Balance zwischen militärischen Erfordernissen und dem Schutz der Umwelt zu wahren. Die Sanierung des Damms sei ein wichtiger Schritt in diese Richtung. „Der Truppenübungsplatz stellt für viele Tierarten ein einzigartiges Umfeld zum Überleben dar. Im Sinne der Nachhaltigkeit können mit etwas gutem Willen und Geduld alle militärischen Notwendigkeiten zur Auftragserfüllung, die Bedürfnisse der Zivilbevölkerung in diesem Fall die Verkehrssicherheit und die überlebensnotwendigen Bedürfnisse der Fauna und Flora in Einklang gebracht werden“, betont Oberst Markus Ziegler, Kommandant des Truppenübungsplatzes.