Das Herbstgold-Festival ist eröffnet und klingt im „Puls der Zeit“
Schloss Esterházy
Unter dem Motto „Musik – Pulsschlag der Zeit“ luden zwei außergewöhnliche Kunstwerke im Schlosspark Eisenstadt zu einer sinnlichen Entdeckungsreise ein, bevor Pablo Ferrández und das Chamber Orchestra of Europe unter der Leitung von Riccardo Minasi den musikalischen Auftakt des Festivals gestalteten.
Eröffnungsabend im Schloss (v.l.): Petra Mayer, Privatstiftungs-Vorsitzender Stefan Ottrubay, Landeshauptmann-Stellvertreterin Anja Haider-Wallner, Esterhazy-Vorstand Matthias Grün mit Gattin Andrea, Vorstand Michael Gröschl mit Gattin.
© wearegiving
Wie facettenreich sich das Motto „Musik – Pulsschlag der Zeit“ interpretieren lässt, zeigte bereits die von Kurator Vitus Weh gestaltete Festivaleröffnung. Ausgangspunkt war der historische Emericus-Brunnen vor Schloss Esterházy, der anlässlich des Herbstgold-Festivals wieder zum Leben erweckt wurde. Dort ist eine Installation der in Eisenstadt geborenen Künstlerin Hannah Neckel auf elf Fahnen zu sehen.
Musikalisch begleitet vom Vokalensemble Vocalis ging es vom Brunnen aus weiter zum diesjährigen zweiten Herbstgold-Kunstwerk, geschaffen vom portugiesischen Künstler Hugo Canoilas: die vierteilige Skulpturengruppe „Grüne Hunde“ auf den vier historischen Steinsockeln der 2025 wiedererrichteten Holzbrücke.
Während die Kunst-Objekte zum Festival präsentiert wurden, füllte sich schon das Schloss zum Eröffnungskonzert, das zwei Meister der Wiener Klassik in den Mittelpunkt stellte: Joseph Haydn als „Genius loci“ (mit der humorvollen Sinfonie Nr. 88 und dem erst im 20. Jahrhundert wiederentdecktes Cellokonzert C-Dur) sowie Wolfgang Amadeus Mozart (und die monumentale „Jupiter-Sinfonie“). Ergänzt durch Pēteris Vasks’ „Musica dolorosa“ spannte das Programm einen starken Bogen zwischen klassischer Brillanz, emotionaler Tiefe und zeitloser Ausdruckskraft.
Mit Pablo Ferrández, dem Chamber Orchestra of Europe und Riccardo Minasi standen herausragende Interpreten auf der Bühne. Intendant Julian Rachlin, der den zweiten Festivaltag mit den Bamberger Symphonikern bestritt, umschreibt das diesjährige Festivalmotto so: „Jede Epoche hat ihren eigenen Pulsschlag. In der Musik können wir ihn hören, fühlen und neu entdecken!“
Noch bis zum 26. September leuchten Schloss Esterházy und Eisenstadt in sattem Herbstgold. In den kommenden Tagen erwartet die Besucherinnen und Besucher noch ein Programm mit internationalen Solistinnen und Solisten sowie renommierten Orchestern. Pianistin Gabriela Montero lädt mit Werken von Albéniz, Chopin und Liszt auf eine musikalische Weltreise ein. Ein weiterer Höhepunkt ist Mozarts Requiem mit dem Wiener Singverein, dem Chamber Orchestra of Europeund Julian Rachlin am Dirigentenpult.
Kammermusikalische Akzente setzen das Motus Quartett sowie ein weiterer prominent besetzter Kammermusikabend mit Julian Rachlin, Raphaela Gromes, Boris Andrianow, Matthew Lipman, Sarah McElravy und Boris Brovtsyn. Für besondere Festivalmomente sorgen außerdem das Treffen des Janoska Ensemblesmit Rolando Villazón, der literarisch-musikalische Abend mit Ian Bostridge, Julius Drake und Victoria Trauttmansdorffsowie das große Orchesterfinale mit Alexander Malofeev, dem West Hungarian Philharmonic Orchestra – Győr und Julian Rachlin.
Abgerundet wird das Programm durch die Filmvorführung „One Chance – Einmal im Leben“, die die inspirierende Geschichte des Opernsängers Paul Potts erzählt. Infos zum Festival auf herbstgold.at, Karten im Ticketbüro pan.event unter der Nummer 02682/65065 und tickets@panevent.at