Der Westabschnitt der S7 wurde eröffnet
Schnellstraße
Mit einem großen Fest wurde der Westabschnittes der Fürstenfelder Schnellstraße S7 eröffnet. Zahlreiche Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Blaulichtorganisationen, aber auch Bewohnerinnen und Bewohner der angrenzenden Gemeinden nahmen daran teil. Die Verkehrsfreigabe erfolgt am 23. März um 14 Uhr.
Dichtes Gedränge gab es beim Eröffnungsakt. Die offizielle Verkehrsfreigabe erfolgt am 23. März um 14 Uhr.
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Das Projekt S7 ist eine unendliche Geschichte, die mit der Eröffnung des Westabschnittes nun ein Ende findet. Knapp zwei Jahrzehnte lang wurde geplant, protestiert, verhindert und letztendlich doch gebaut. „Die S 7 wird in den kommenden Jahren eine deutliche Entlastung für die Gemeinden in der Region und mehr Lebensqualität für die Bevölkerung mit sich bringen“, sagte Verkehrslandesrat Heinrich Dorner bei der Eröffnung. „Zugleich werden auch wichtige wirtschaftliche Impulse gesetzt und Arbeitsplätze geschaffen, weil sich Betriebe entlang der S 7 ansiedeln werden und damit der Wirtschaftsstandort deutlich aufgewertet wird“, betonte Dorner
Westabschnitt ist knapp 15 Kilometer lang
Gebaut wird die S7 in zwei Bauphasen. Der erste knapp 15 Kilometer lange Abschnitt beginnt beim Knoten Riegersdorf nördlich von Ilz, der die S 7 mit der A 2 Südautobahn verknüpft, und beinhaltet auch zwei Tunnel: die einen Kilometer lange Unterflurtrasse Speltenbach sowie das Herzstück des ersten Abschnittes, den fast drei Kilometer langen Tunnel Rudersdorf. Auf Nachhaltigkeit wurde Wert gelegt. Die Schnellstraße wurden in umweltschonender Bauweise errichtet, Lärmschutzwände werden künftig als solche nicht erkennbar sein, weil sie begrünt werden. „Wir planen und bauen Autobahnen mit ökologischer Verantwortung. Die S 7 ist in dieser Hinsicht ein absolutes Vorzeigeprojekt im Hinblick auf Nachhaltigkeit, weil der Bau der S 7 von einer Vielzahl an Ausgleichsmaßnahmen flankiert wird. Wir haben Wälder mit einheimischen robusten Bäumen aufgeforstet, eigene Wiesen für bedrohte Tierarten angekauft, bepflanzt und für die Zukunft gesichert und Brutstätten für seltene Vogelarten sowie Gewässer für Amphibien angelegt. In Summe machen diese Flächen 480 Hektar aus, das ist mehr als das Sechsfache der gesamten Schnellstraßen-Fläche“, erklärte Asfinag-Vorstand Hartwig Hufnagl.
„Die Eröffnung des Westabschnittes der S7 entlastet unsere steirischen Gemeinden in der Region wesentlich vom Durchzugsverkehr. Denn der Verkehr wird dorthin gebracht, wo er hingehört: Weg von Ortszentren, Schulen und Spielplätzen hin auf die Schnellstraße. Ich bin überzeugt, dass die S7 eine Initialzündung für neue Betriebsansiedelungen und Arbeitsplätze in der Region sein wird“, sagte der steirische Landeshauptmann Christopher Drexler.
Die Bauabschnitte der S7 im Detail
Die S 7 ist insgesamt knapp 29 Kilometer lang und in zwei Abschnitte unterteilt. Der 14,8 Kilometer lange Abschnitt West führt vom Knoten Riegersdorf bis Dobersdorf ins Burgenland. Die Trasse verläuft in Richtung Osten nördlich der Siedlungsbereiche von Großwilfersdorf, Altenmarkt und Fürstenfeld. Im Anschluss an das Tunnelportal Rudersdorf schließt die Trasse an den Ostabschnitt an. Errichtet wurden zwei Fahrstreifen je Richtung (Gesamtbreite 28 Meter), zwei Tunnel (Unterflurtrasse Speltenbach mit ca. einem Kilometer, Tunnel Rudersdorf mit etwa drei Kilometer), insgesamt 24 Brücken zwischen zehn und fast 200 Metern Länge sowie Lärmschutzmaßnahmen im Ausmaß von 13.000 Quadratmetern.
Der Abschnitt Ost ist etwa 13,5 Kilometer lang und beginnt nach dem Tunnel Rudersdorf. Er verläuft nördlich von Dobersdorf und Königsdorf sowie weiter bei Eltendorf und Poppendorf bis zur Staatsgrenze. Bei Königsdorf wird zudem eine etwa 700 Meter lange Unterflurtrasse errichtet. Der Baustart für den Abschnitt Ost erfolgte im August 2020, für die Bevölkerung der Gemeinden von Großwilfersdorf bis Heiligenkreuz wird es Mitte 2025 spannend.Daa soll der Ostabschnitt fertig gestellt sein.