S 7: Schnell, sicher und nachhaltig
Schnellstraße
Die S7 Fürstenfelder Schnellstraße hat mit der Verkehrsfreigabe des Westabschnitts und der bevorstehenden Fertigstellung des Ostabschnitts wichtige Fortschritte erzielt. Vergangene Woche besichtigte Infrastrukturlandesrat Heinrich Dorner gemeinsam mit Alexander Walcher und Andreas Fromm, (beide Geschäftsführer ASFINAG Bau Management) die Straße und ihre bemerkenswerten Highlights.
Verkehrslandesrat Heinrich Dorner (2. v. r) und Baudirektor Wolfgang Heckenast (2. v. l.) mit den beiden Geschäftsführern der ASFINAG Bau Management GmbH, Andreas Fromm Alexander Walcher bei der Besichtigung der S7.
© LMS
Die S7 Fürstenfelder Schnellstraße verbindet die Bundesländer Burgenland und Steiermark mit Ungarn und schafft eine schnelle, sichere und nachhaltige Verkehrsachse. Der Bau des Westabschnitts begann im Jahr 2018 und wurde mit einer Investitionssumme von 618 Millionen Euro innerhalb von sechs Jahren abgeschlossen. Während der Westabschnitt bereits seit März 2023 in Betrieb ist, schreiten die Arbeiten am Ostabschnitt zügig voran. Die Fertigstellung dieser wichtigen Verbindung ist für September 2025 geplant.
Zahlen sprechen eine deutliche Sprache
Der Westabschnitt, mit einer Länge von 14,8 Kilometern und drei Anschlussstellen, hat die Verkehrsbelastung in den umliegenden Gemeinden deutlich reduziert. Auf der B319 und B65 ging das Verkehrsaufkommen um bis zu 8.000 Fahrzeuge pro Werktag zurück. Dieser Rückgang bringt spürbare Entlastung für die Bevölkerung und sorgt für mehr Lebensqualität. Zu den technischen Meilensteinen dieses Abschnitts gehören der 2,9 Kilometer lange Tunnel Rudersdorf, innovative Klappbrücken, die in Zusammenarbeit mit der TU Wien entwickelt wurden, sowie umfangreiche Gewässerschutzanlagen, die den Fluss Lafnitz und andere Gewässer in der Region schützen. „Mit der Fertigstellung der S7 wird eine moderne Verkehrsinfrastruktur geschaffen, die die regionale Wirtschaft stärkt und den grenzüberschreitenden Verkehr erheblich verbessert“, sagt Landesrat Heinrich Dorner.
Arbeiten am Ostabschnitt laufen gut
Der 13,6 Kilometer lange Ostabschnitt wird nach Fertigstellung nicht nur die Anbindung an die ungarische M80 Schnellstraße gewährleisten, sondern auch durch seine moderne Bauweise überzeugen. Großbrücken, die im präzisen Taktschiebeverfahren errichtet wurden, wie etwa die 300 Meter lange Brücke bei Dobersdorf, stehen exemplarisch für die technologische Innovation des Projekts. Zudem wurden zwei Wildbrücken gebaut, um die natürlichen Wanderwege von Tieren zu erhalten. Ein modernes Leitsystem soll den Verkehr effizient steuern und die Sicherheit bei möglichen Störfällen erhöhen.
Besondere Aufmerksamkeit galt bei diesem Projekt dem Umwelt- und Naturschutz. Über 470 Hektar Ausgleichsflächen wurden geschaffen, darunter Amphibienteiche, Schwarzstorchhorste und Fledermausnistkästen. Naturnahe Gewässergestaltungen und die Begrünung von Lärmschutzwänden tragen dazu bei, die Schnellstraße harmonisch in die Landschaft zu integrieren. Die begrünten Schallschutzwände erfüllen nicht nur die hohen Anforderungen an den Lärmschutz, sondern verbessern auch das optische Erscheinungsbild der Region.
„Mit Investitionen von rund 300 Millionen Euro alleine in den Ostabschnitt wird diese neue Verkehrsachse nicht nur die Verbindung nach Ungarn optimieren, sondern auch mit besonderen Umwelt- und Schutzmaßnahmen punkten“, sagte Landesrat Dorner bei der Befahrung.
Fazit: Die S7 ist nicht nur ein Gewinn für die regionale Wirtschaft, sondern auch ein wichtiges Bindeglied zwischen Österreich und Ungarn. Mit einem Gesamtinvestitionsvolumen von über 900 Millionen Euro wird sie den grenzüberschreitenden Verkehr nachhaltig optimieren und gleichzeitig höchste ökologische Standards erfüllen.