S7 komplett: Abschnitt Ost öffnet am 19. September
Schnellstrasse
Fast zwei Jahrzehnte nach den ersten Plänen ist es so weit: Mit der Verkehrsfreigabe des Ostabschnitts ist die Fürstenfelder Schnellstraße S7 fertig. Das 900-Millionen-Euro-Projekt, das lange umstritten war, wird die Bezirke Güssing und Jennersdorf nachhaltig verändern.
Mit der Eröffnung des Ostabschnitts ist die S7 nun fertiggestellt.
© Langhans Fürstenfeld
Die „unendliche Geschichte“ S7 kommt zu einem glücklichen Ende. Nach Jahren der Planung, nach unzähligen Protesten und Verfahren schließt die Asfinag die Lücke zwischen Rudersdorf und der Staatsgrenze bei Heiligenkreuz. Die S7 misst somit insgesamt 28,4 Kilometer und verbindet den Knoten Riegersdorf an der A2 mit dem Südburgenland und weiter Richtung Ungarn.
Der Westabschnitt von Riegersdorf bis Dobersdorf (14,8 km) ist seit März offen, am 19. September folgt der 13,5 Kilometer lange Ostteil – vom Tunnel Rudersdorf nördlich an Dobersdorf, Königsdorf, Eltendorf und Poppendorf vorbei bis zur Grenze. Herzstück im Osten ist die rund 700 Meter lange Unterflurtrasse bei Königsdorf.
Prognosen machen die Bedeutung deutlich
„Ohne S7 würden zum Beispiel durch Großwilfersdorf im Jahr 2025 bis zu 25.000 Pkw und Lkw pro Tag fahren. Mit Errichtung der Schnellstraße wird sich der Großteil des Verkehrs verlagern“, heißt es seitens der Asfinag. Bereits mit der Teilfreigabe im März wurden „künftig mehr als 10.000 Bewohner:innen vom Durchzugsverkehr entlastet“. Für den Bezirk Jennersdorf heißt das: weniger Schwerverkehr durch Rudersdorf, Königsdorf, oder Heiligenkreuz, mehr Sicherheit an Ortsdurchfahrten, Schulen und Plätzen und kürzere Wege für Pendler und Betriebe.
Der politische Befund ist ebenfalls klar: „Die S7 wird in den kommenden Jahren eine deutliche Entlastung für die Gemeinden in der Region und mehr Lebensqualität für die Bevölkerung mit sich bringen“, sagte Verkehrslandesrat Heinrich Dorner schon bei der Eröffnung des Westteils. „Zugleich werden auch wichtige wirtschaftliche Impulse gesetzt und Arbeitsplätze geschaffen, weil sich Betriebe entlang der S7 ansiedeln werden und damit der Wirtschaftsstandort deutlich aufgewertet wird.“
Zum Großprojekt gehört auch die ÖKO-Bilanz
„Wir planen und bauen Autobahnen mit ökologischer Verantwortung. Die S7 ist ein absolutes Vorzeigeprojekt im Hinblick auf Nachhaltigkeit, weil der Bau von einer Vielzahl an Ausgleichsmaßnahmen flankiert wird“, heißt es seitens der Asfinag. „Wir haben Wälder mit einheimischen robusten Bäumen aufgeforstet, eigene Wiesen für bedrohte Tierarten angekauft, bepflanzt und für die Zukunft gesichert und Brutstätten für seltene Vogelarten sowie Gewässer für Amphibien angelegt. In Summe machen diese Flächen 530 Hektar aus, das ist mehr als das Sechsfache der gesamten Schnellstraßen-Fläche.“
Mit der besseren Erreichbarkeit steigen die Chancen auf Ansiedlungen, doch zugleich braucht es kommunale Planung, damit Lärm, Flächenverbrauch und Verkehr an Anschlussstellen nicht neue Probleme schaffen.
Und mit der besseren Erreichbarkeit steigen die Chancen auf Ansiedlungen in den Bezirken Güssing und Jennersdorf. Betriebe erhalten schnellere Anbindungen an Wien und Graz, Für Pendler:innen bringt die S7 eine deutliche Entlastung.
Der Festakt am 19. September beginnt um 15:15 Uhr. Am Tag danach wird der Straßenabschnitt für den Verkehr freigegeben.