Zeitzeuge im BORG Güssing im Gespräch
Schulprojekt
Stefan Horvath besuchte die 8. Klassen des BORG Güssing, um den Schüler:innen von seinem Leben zu erzählen.
Stefan Horvath lebt in der Romasiedlung in Oberwart. Der Sohn Auschwitz-Überlebender arbeitet als Schriftsteller und besuchte das BORG Güssing.
© BORG
Der Sohn von Auschwitz-Überlebenden und Vater eines der Opfer des Rohrbomben-Anschlags von Oberwart im Jahre 1995 berichtete auf berührende und fesselnde Weise, welche Erfahrungen er als Mitglied der Volksgruppe der Roma in Österreich gemacht und wie er nach dem Tod seines Sohnes begonnen hat, sich mit seiner Geschichte und der dieser seit Jahrhunderten diskriminierten Volksgruppe auseinanderzusetzen. Seine Gedanken verarbeitete er literarisch und publizierte mehrere Bücher, aus denen er immer wieder Ausschnitte vorlas. Dies machte den Vortrag noch beeindruckender. Auch nach zweieinhalb Stunden wäre noch so vieles zu sagen oder zu fragen gewesen, aber seine Kernbotschaft konnte Stefan Horvath den Jugendlichen mitgeben: Hass macht das Leben nicht lebenswert. Man muss Versöhnung, Toleranz und Gerechtigkeit leben – bereits jetzt sollte man damit beginnen.