Hilfstransport aus Neusiedl: 48-Tonner bringt Spenden nach Ungarn
Seelsorgeraum Am See
Am vergangenen Donnerstag machte sich von Neusiedl am See aus ein nahezu voll beladener 48-Tonner-Lkw auf den Weg nach Nyíregyháza im Osten Ungarns, in der Grenzregion zu Rumänien und der Ukraine. Transportiert wurden zahlreiche Sachspenden für Menschen, die in sehr schwierigen und ärmlichen Verhältnissen leben.
Der Seelsorgeraum am See spendete zahlreiche Sachspenden für Menschen, die in Ungarn in sehr schwierigen und ärmlichen Verhältnissen leben.
© zVg / Iryna Tkachenko
Gesammelt wurde dabei nicht nur im eigenen Seelsorgeraum „Am See“, sondern auch in den umliegenden Pfarren. Über mehrere Monate kamen große Mengen an Kleidung, Schuhen, Bettwäsche, Spielzeug, Taschen und Haushaltswaren zusammen. Insgesamt wurden rund 700 Bananenschachteln für den Transport vorbereitet. Allein etwa 500 Kisten waren mit Kleidung gefüllt, dazu kamen rund 70 Säcke mit Bettwäsche sowie viele weitere Schachteln mit unterschiedlichsten Sachspenden.
Viele der gespendeten Gegenstände stammen aus Haushalten in Neusiedl am See und der Umgebung. Heuer konnten zudem zahlreiche Rollstühle, Betten und weitere Pflegeartikel aus dem Haus St. Nikolaus mit auf die Reise geschickt werden. Damit können die gut erhaltenen Gegenstände dort weiterverwendet werden, wo sie dringend gebraucht werden, und vielen Menschen eine wertvolle Unterstützung sein.
Viele helfende Hände im Einsatz
Damit die Spenden schließlich gut sortiert und transportfähig auf die Reise gehen konnten, war im Vorfeld viel Arbeit notwendig. Pfarrsekretärin Christiane Hess koordinierte die Sammlung gemeinsam mit ihrem mittlerweile bestens eingespielten Team. In den vergangenen Monaten wurden die gespendeten Sachen kontrolliert, aussortiert und sorgfältig in die Bananenschachteln verpackt.
„Ohne die vielen helfenden Hände wäre ein solcher Transport nicht möglich“, betonte Hess. Gerade die Vorbereitung sei entscheidend, damit am Ende alles reibungslos funktioniert und die Hilfsgüter auch tatsächlich dort ankommen können, wo sie dringend gebraucht werden.
Der jährliche Hilfsgütertransport des Seelsorgeraums Am See ist längst zu einer bewährten Tradition geworden. Hinter dem Transport stehen viele Stunden ehrenamtlicher Arbeit: vom Sammeln und Sortieren bis zum Verpacken und Verladen. Was für die einen nicht mehr gebraucht wird, kann für andere zu einer wertvollen Hilfe werden. Der Transport zeigt, wie viel mit gemeinschaftlichem Engagement bewegt werden kann, auch über Grenzen hinweg.