Steppentierpark Pamhagen: Neuübernahme nach 50 Jahren
Seit 1. Jänner
Das Brüderpaar Christian und Andreas Andert übernahm mit 1. Jänner den Steppentierpark von Hans Acs. Einiges soll verbessert und gleichzeitig soll vieles beim Alten bleiben.
Das Brüderpaar Christian und Andreas Andert hat mit 1. Jänner den Steppentierpark in Pamhagen übernommen.
© Klaus Zwinger
Auch wenn der Steppentierpark Pamhagen derzeit offiziell in Winterpause ist, so spielt sich hinter seinen Toren doch so einiges ab. Mit 1. Jänner dieses Jahres hat das Brüderpaar Christian und Andreas Andert aus Pamhagen den Tierpark von Johann „Hans“ Acs übernommen. Hans Acs führte den Steppentierpark die letzten 25 Jahre hinweg, die 25 Jahre davor sein Vater Johann Acs Senior. Nachdem Acs nun mit 64 Jahren in den Ruhestand getreten ist und keines seiner Kinder die Nachfolge antreten wollte, kam ihm das Angebot der beiden Brüder aus Pamhagen nur gelegen.
Christian und Andreas Andert, die beide hauptberuflich als Versicherungsmakler tätig sind, begleiteten die Arbeit im Tierpark bereits über das vergangene Jahr hinweg, um ein Gespür für die Dinge zu bekommen, die regelmäßig anfallen. Aber wie sind die beiden überhaupt auf die Idee gekommen, den Steppentierpark zu übernehmen?
„Wir hatten früher immer eine Vielzahl an Tieren zu Hause, haben beide eine Liebe zu Tieren und haben beide aktuell kleine Kinder. Natürlich sind wir oft mit ihnen hergekommen und so haben wir den Steppentierpark quasi wiederentdeckt“, berichtet Christian Andert. Die Übernahme des Tierpark sei überhaupt auch nur deshalb möglich gewesen, weil beide sich sowohl im Versicherungsgewerbe als auch im Tierpark gegenseitig vertreten können und beides räumlich so nahe beieinander liegt.
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„Wir wollen das Rad nicht neu erfinden“
Seit der saisonalen Schließung im vergangenen Oktober wird bereits fleißig an Neuerungen gearbeitet. „Wir wollen das Rad aber nicht neu erfinden. Viele Gäste sind schon an uns herangetreten und haben gefragt, ob sich eh nicht allzu viel verändern wird“, so Christian Andert. Wie sein Bruder und er versichern, soll in den Grundzügen alles beim Alten bleiben, einige Änderungen wird es dann aber doch geben. So etwa bargeldloses Bezahlen beim Eingang und im Bistro, eine komplett erneuerte Beschilderung im gesamten Tierpark, ein von Grund auf erneuerter Kinderspielplatz oder auch neue oder umgebaute Gehege, etwa für die Waschbären oder die Braunbären. Zudem will man über das Areal verteilt einige neue Sitzmöglichkeiten aufstellen und den Steppentierpark so als Naherholungsort etablieren.
„Das Ganze ist aber kein Sprint, sondern viel eher ein Marathon, der einige Jahre dauern wird“, so die beiden Brüder unisono. Auch im Hintergrund finden Verbesserungen statt, die Gäste kaum bemerken werden, im täglichen Betrieb aber einen großen Unterschied machen. So wurde etwa ein sogenannter „Hoftrac“ angeschafft, der zahlreiche Arbeitsprozesse ungemein erleichtert. Zudem wurden Strom- und Wasserleitungen erneuert, neue Lichter installiert oder auch das Lagerhaus sowie die Futterküche erneuert.
Aus Sicherheitsgründen wurden außerdem 60 bis 70 Bäume geschnitten oder komplett geschlägert, diese sollen künftig wiederum als Hackschnitzel Verwendung im Tierpark finden. In einem ersten Schwung wurden zuletzt rund 110 neue Bäume gesetzt, im Frühjahr sollen noch weitere 100 Jungbäume folgen. „Der Schatten für die nächste Generation ist also schon in Arbeit“, berichtet Andreas Andert abschließend.