Wechsel an der Spitze: Höher übergibt nach 16 Jahren an Endl
Seniorenbund Antau
Bei der Vollversammlung des Seniorenbundes Antau am 12. April kam es zu einem Führungswechsel. Nach 16 Jahren übergab Johann Höher sein Amt an Adalbert Endl. Dieser wurde einstimmig zum Obmann gewählt, Herbert Zarits zu seinem Stellvertreter.
Obmann-Stellvertreter Herbert Zarits, Bürgermeister Frank Wiemer, Ehrenobmann Johann Höher und der neu gewählte Obmann Adalbert Endl im Gemeindezentrum in Antau.
© zVg
Über viele Jahre hinweg war Johann „Schani“ Höher das prägende Gesicht des Seniorenbundes Antau. Seit 2010 stand er an der Spitze des Vereins und gestaltete dessen Entwicklung maßgeblich mit. Geboren im Jahr 1945 und seit 2002 Mitglied, übernahm er schon bald Verantwortung und brachte sich leidenschaftlich ein. Auch über Antau hinaus war er aktiv und im Bezirksvorstand sowie im Präsidium vertreten.
Unter seiner Führung wuchs der Seniorenbund Antau auf mittlerweile 58 Mitglieder an. Höher galt als verlässlicher Organisator und starke Führungspersönlichkeit, die stets mit vollem Einsatz bei der Sache war.
„Er war jahrzehntelang die treibende Kraft des Seniorenbundes“, betonte Landesobmann Rudolf Strommer. Dabei sei seine Arbeit nicht immer einfach gewesen, dennoch habe er den Verein mit viel Engagement und Durchhaltevermögen geführt und sei immer zur Stelle gewesen, wenn man ihn gebraucht habe. Strommer überreichte ihm als Dank und Anerkennung für seine langjährige Tätigkeit die goldene Ehrennadel des Seniorenbundes.
Würdigung für 16 Jahre Engagement
Auch zahlreiche Wegbegleiter und Ehrengäste würdigten Höhers langjähriges Engagement. Antauer ÖVP-Bürgermeister Frank Wiemer betonte: „Mit Johann Höher haben wir stets viele tolle Dinge erreicht und dafür möchte ich dir herzlich danken.“ Auch ÖVP-Nationalratsabgeordneter und Zagersdorfer Bürgermeister Christoph Zarits fand persönliche Worte: „Ein Teil meiner politischen Laufbahn ist auch ihm zu verdanken“.
Senioren-Bezirksobmann Josef Haider erinnerte sich an die ersten gemeinsamen Begegnungen mit Höher und hob vor allem dessen Einsatz hervor: „Ich danke ihm für seine Energie und seine Ehrlichkeit.“
Im Rahmen der Vollversammlung wurde Johann Höher zudem zum Ehrenobmann auf Lebenszeit ernannt. Sichtlich bewegt bedankte er sich beim bisherigen Vorstand für die langjährige Zusammenarbeit „durch dick und dünn“. Auch seinem Nachfolger wünschte er alles Gute und gab ihm augenzwinkernd mit auf den Weg, ebenfalls 16 Jahre im Amt zu bleiben.
Adalbert Endl über seine Ziele als neuer Obmann
Der neu gewählte Obmann Adalbert Endl war 15 Jahre Bürgermeister in Antau. 2013 wurde ihm von Bundespräsident Heinz Fischer der Titel „Ökonomierat“ verliehen. Er bedankte sich nach der Wahl für das entgegengebrachte Vertrauen und sprach offen an, dass die Übernahme der Funktion keine einfache Aufgabe sei, nicht zuletzt auch aufgrund persönlicher gesundheitlicher Herausforderungen.
Endl erinnerte sich an einen Aufenthalt im Jahr 1983 in England, bei dem er erstmals erlebte, wie vielfältig Seniorenarbeit gestaltet werden kann. „Damals war ich fast neidisch, dass es so etwas bei uns nicht gibt“, so Endl. Umso mehr freute es ihn, dass sich der Seniorenbund Antau mittlerweile in diese Richtung entwickelt hat.
Für die Zukunft setzt Endl auf ein aktives und gemeinschaftliches Vereinsleben. Geplant sind gemeinsame Veranstaltungen, Wallfahrten sowie die Pflege von Tradition und Brauchtum. Auch kulturelle Angebote wie Theaterfahrten und Veranstaltungsbesuche sollen ebenso Platz finden wie Wanderungen, Kegeln und Radtouren. Darüber hinaus möchte er mit Schulungen zu Computer und Handy sowie Erste-Hilfe-Kursen neue Schwerpunkte setzen. Besonders wichtig ist ihm der soziale Zusammenhalt: In schwierigen Situationen wolle man füreinander da sein. Auch die Zusammenarbeit mit der Frauenbewegung soll weiter gestärkt werden.