„Oberpullendorfer achten auf Erhalt von Vereinen und Veranstaltungen“

Serie Puindoaf-Fans

Für Singer-Songwriterin Lisa Seidl, die früher selbst bei den Pfadfindern und in der Kapplgilde aktiv war, zeichnet sich ihre Heimatstadt dadurch aus, dass darauf geachtet wird, Vereine, kulturelle Veranstaltungen usw. am Leben zu halten.

Eigentlich ist der Lieblingsplatz von der früheren Pfadfinderin Lisa Seidl in Oberpullendorf ja die Kaisereiche, aber auch auf der Bühne am Hauptplatz fühlt sich die Singer-Songwriterin sichtlich wohl.

Eigentlich ist der Lieblingsplatz von der früheren Pfadfinderin Lisa Seidl in Oberpullendorf ja die Kaisereiche, aber auch auf der Bühne am Hauptplatz fühlt sich die Singer-Songwriterin sichtlich wohl.

© zVg/Seidl

Neben ihrer Familie waren es in jüngster Zeit auch immer wieder Musikauftritte, etwa im Rahmen der Pullenale, beim Genussfest oder zuletzt ein Benefizkonzert bei der Pannonischen Tafel, die die Oberpullendorfer Singer-Songwriterin zurück in ihre Heimatstadt Oberpullendorf gebracht haben. Fast ihr ganzes Leben – nämlich die ersten 20 Jahre – hat die 25-Jährige hier verbracht.

Aktuell lebt sie in Innsbruck, wo sie Psychologie studiert. Erstmals hat sie Oberpullendorf 2020 verlassen wegen eines Auslandsaufenthalts in Australien, wo sie rund zwei Jahre gewesen ist. Ein paar Wochen nach ihrer Rückkehr zog sie dann des Studiums wegen nach Tirol. Etwa einmal im Monat kommt sie aber zurück nach Oberpullendorf zu Familie und Freunden. „In den Ferien versuche ich auch immer nach Hause zu kommen“, so Seidl, die sich durchaus vorstellen könnte später einmal wieder in Oberpullendorf zu leben. „Generell kann ich es mir schon vorstellen, da ich derzeit im Master meines Psychologiestudiums bin und sehr hoher Bedarf an psychologischer Unterstützung vorhanden ist", meint sie.

Was Oberpullendorf aus ihrer Sicht von anderen Städten unterscheidet ist, „dass die Menschen der Stadt noch sehr darauf achten, Vereine, kulturelle Veranstaltungen usw. am Leben zu halten. Dies finde ich sehr wichtig für die Einwohner und die zukünftige Entwicklung von Oberpullendorf“, betont Seidl.

Auch sie selbst war früher im Vereinsleben aktiv bei den Pfadfindern und bei der Kappelgilde. „Ich habe viele schöne Erinnerungen von dieser Zeit sowie ein oder zwei wichtige Tricks fürs Campen mitgenommen", schmunzelt sie.

Faschingsgilde sorgt für Lacher und Bekanntheit

Die Faschingsgilde ist aus ihrer Sicht auch einer der Punkte, für die Oberpullendorf bekannt ist. „Auch das Genussfest ist eine schöne Veranstaltung, die sich in den letzten Jahren entwickelt hat“, findet Seidl, die Oberpullendorf-Gästen auch den Besuch dieses Festes ans Herz legen würde. „Ich finde das Genussfest immer sehr nett, da kann man gutes regionales Essen und Trinken kennenlernen, es sind alle Altersklassen vertreten und gute Musik ist auch dabei“, macht sie Gusto aufs gemeinsame Genießen.

Was ihr nicht hingegen nicht schmeckt, ist die Entwicklung in der Innenstadt. „Jedes Mal wenn ich eine – so wie wir es nennen- PuRu (Pullndorf Runde) gehe, bedauere ich wieviele Geschäfte im Vergleich zu vor etwa fünf bis zehn Jahren leerstehen, Man hat früher so ziemlich alles in der Stadt besorgen können und ich fände es schön, wenn hier wieder mehr Leben in die Hauptstraße kommen würde“, wünscht sich Lisa Seidl zum Jubiläumsjahr.

Eine Oberpullendorferin, die sie inspirierend findet, ist ihre Cousine Katrin Lautner. „Sie hat sich vor ein paar Jahren entschlossen Bio Wein zu produzieren und zieht ihr Ding durch“, erklärt Seidl. „Von Null auf etwas aufzubauen ist nie einfach und ich finde sie macht das ganz super.“