Pendler zwischen Pullendorf und Pullendorf

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Oberpullendorf ist aus der Sicht des Unterpullendorfers Freddy Fellinger, Leiter der Wirtschaftskammer-Regionalstelle,

Die meiste Zeit, die er sich in Oberpullendorf aufhält, verbringt Freddy Fellinger natürlich in "seiner" Regionalstelle oder draußen bei den Unternehmerinnen und Unternehmern in der Stadt.

Die meiste Zeit, die er sich in Oberpullendorf aufhält, verbringt Freddy Fellinger natürlich in "seiner" Regionalstelle oder draußen bei den Unternehmerinnen und Unternehmern in der Stadt.

© Michaela Grabner

Für den Unterpullendorfer Freddy Fellinger ist Oberpullendorf eine dörfliche Stadt. Seit mittlerweile 1. Jänner 2017 arbeitet er in Oberpullendorf als Leiter der Wirtschaftskammer-Regionalstelle. Zuvor war der Unterpullendorfer 15 Jahre in der Wirtschaftskammer in Eisenstadt in der Buchhaltung gewesen und noch früher in der Wirtschaftskammer Österreich in Wien, wo er auch aufgewachsen und zur Schule gegangen ist - „ein klassisches Pendlerleben eben“, so Fellinger, der in seiner Kindheit mit seinen Eltern unter der Woche in Wien lebte.

Er kennt also aus eigener Erfahrung sehr gut die Millionenstadt Wien, die kleinste Großstadt der Welt, wie es im Slogan über Eisenstadt heißt, und Oberpullendorf, über das er meint: „Oberpullendorf ist klein strukturiert - man kennt sich noch, aber es bietet auf der anderen Seite alles, was man braucht: Mode, Autos, Lebensmittel Alltagsbedarf, medizinische Versorgung, Gastronomie von Fast Food über Hausmannskost bis zu gehobener Kulinarik - alles, was man braucht, findet man in Oberpullendorf. Natürlich wandeln sich die Zeiten und gewisse Geschäfte sterben aus. Aber es entstehen auch neue Nischenbetriebe wie etwa der Geigenbauer.“

Mit den vielen Ausgabenbelastungen, die den Dörfern und Städten umgehängt werden, kann man nur hoffen, dass Bestehendes erhalten werden kann zum Beispiel das Schwimmbad. Freddy Fellinger

Was Fellinger ärgert ist, wie „Oberpullendorf schlecht geredet wird, dabei hat man eh alles da und der Stadtkern belebt sich sich immer wieder. In Zukunft wird es eben Privathäuser und Unternehmerhäuser geben“, meint Fellinger. Er bewundert Unternehmer wie Manuel Emmer, der im Stadtkern Häuser kauft, saniert und zu wirtschaftlich vertretbaren Mieten anbietet. „Mit dieser Unternehmenspolitik könnte er den Stadtkern wieder beleben“, meint Fellinger. Bewundernswert sind für ihn auch Miriam und Patrick Perkovits, die mit ihren bestehenden und geplanten Locations - Habe D'Ere, Schlof Guat, Seitn'gassl, Olivium und Wiesn (Veranstaltungsplatz) neue Akzente in der Veranstaltungs und Eventszene setzen.

Es sind auch die Veranstaltungen wie der Roten Teppich und das Gauklerfest aber auch die Winterwunderwelt und das Osterland, für die Oberpullendorf nach Meinung von Freddy Fellinger bekannt ist. „Das alles ist mit sehr viel Liebe zum Detail gemacht. Da kann man dem Stadtmarketing nur danke sagen“, so Fellinger. Er verweist auch auf die kürzlich stattgefundenen Tennisstaatsmeisterschaften. „Das rückt Oberpullendorf wieder in den Fokus. Es tut sich einiges.“ Und was sollte man selbst in Oberpullendorf tun? „Mit der Draisine fahren“, rät Fellinger.

Persönliches

Jahrgang:1965

Beruf: Wirtschaftskammer-Regionalstellenleiter

Familie:verheiratet, 1 Tochter (31), 1 Sohn (27)

Hobbys: Imkerei

Ich arbeite in Oberpullendorf seit: 2017

Oberpullendorf in drei Worten:Eine dörfliche Stadt

Mein Lieblingsplatz in Oberpullendorf:Der Hauptplatz wegen der tollen Events

Was ich mir für Oberpullendorf wünsche:Mehr Geld für die Gemeindekasse

Wenn ich gerade nicht in Oberpullendorf bin, bin ich am liebsten... in Unterpullendorf am Mittelpunktstein oder bei meinen Bienenstöcken im Unterpullendorfer Wald.