Waltraud Ehrenhöfer über Oberpullendorf: „Schätzen was wir haben“

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Waltraud Ehrenhöfer, langjährige Obfrau der Kulturvereinigung Oberpullendorf, fühlt sich in Oberpullendorf gut aufgehoben und empfindet die Bewohner der Stadt als freundlich und gut vernetzt.

Neben ihren Garten gehört der Steinbruch, der in Zusammenhang mit der dort stattfindenen Ausstellung Keramik im Steinbruch (KISTE) oft auch als schönste Galerie der Welt bezeichnet wurde, zu den Lieblingsplätzen von Waltraud Ehrenhöfer. 16. Mal organisierte sie dort die Ausstellung - zuletzt 2015.

Neben ihren Garten gehört der Steinbruch, der in Zusammenhang mit der dort stattfindenen Ausstellung Keramik im Steinbruch (KISTE) oft auch als schönste Galerie der Welt bezeichnet wurde, zu den Lieblingsplätzen von Waltraud Ehrenhöfer. 16. Mal organisierte sie dort die Ausstellung - zuletzt 2015.

© Michaela Grabner

Die persönliche Oberpullendorf-Geschichte von Waltraud Ehrenhöfer reicht bis in die Volksschulzeit zurück. Damals übersiedelte sie mit ihrer Familie von Deutschkreutz nach Oberpullendorf, da ihr Vater Amtsdirektor in der Bezirkshauptmannschaft war. Das war im Jahr 1952. Ab 1970 - mit einem abgeschlossenen Studium der Lehrerinnenbildungsanstalt Theresianum Eisenstadt in der Tasche - arbeitete sie auch in Oberpullendorf als Lehrerin.

Bis zur Pension unterrichtete sie an der damaligen Hauptschule Biologie, Leibesübungen und Englisch. Kein Wunder also, dass eines ihrer Lieblingszitate, ein englisches ist, nämlich: „Keep your mind sharp! Use it or loose it!“ was soviel bedeutet wie „Halte deinen Verstand auf Trab! Verwende ihn oder verlier ihn!“. Ganz in diesem Sinne hält Ehrenhofer selbst jetzt in der Pension noch zahlreiche Schülerinnen und Schüler auf Trab, organisiert sie doch schon seit drei Jahrzehnten jedes Jahr gegen Ende der Sommerferien einen Englisch-Kurs mit Lehrern aus verschiedenen Teilen Großbritannies.

Außerdem engagiert sie sich aktuell bei der Stadtbibliothek, initiiert Lesungen für Schulkinder und seit 2015 gemeinsam mit der Mittelschule auch immer wieder Kunsthandwerk-Ausstellungen. Kein Wunder haben sie Kunst und Kultur doch jahrelang begleitet. Denn Waltraud Ehrenhöfer war nicht nur in der Kommunalpolitik, bei der Pfadfinder-Gruppe Rohonczy, im Lehrerchor Mittelburgenland und im Frauenchor tätig, sondern auch dreizehn Jahre Obfrau der Kulturvereinigung Oberpullendorf. Als solche organisierte sie neben zahlreichen Veranstaltungen in Oberpullendorf auch Ausstellungen, Chorkonzerte und Lesungen von Oberpullendorfer Künstlern mit der Partnerstadt Bad Neustadt an der Saale.

Europaweite Anerkennung für Ausstellungen

„Dass ich 2002 Obfrau der Kulturvereinigung wurde, ergab sich fast von selbst. Mag. Frühwirth hatte ja schon großartige Vorarbeit geleistet. So war es ein Leichtes, ein engagiertes Team zu finden, welches es durch ausgezeichnete Kontakte in vielen Bereichen der Kultur schaffte, Künstler mit internationalem Ruf in unsere Stadt zu locken. Die Großprojekte 'Keramik im Steinbruch' und 'Kunst.Kontakt.Textil' mit internationalen Größen ihrer Kunstrichtung fanden in bemerkenswerten Artikeln in verschiedenen Fachzeitschriften europaweit Anerkennung. Noch heute bekomme ich viele Einladungen von Künstlern, die in Oberpullendorf gastiert haben“, freut sich Ehrenhöfer, die als Obfrau der Kulturvereinigung auch eng mit dem Mittelburgenländisch Ungarischen Kulturverein und dem Stadtmarketing zusammengearbeitet hat.

„Besucher aus anderen Ländern loben die Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft der Oberpullendorfer und die fantastischen Restaurants“, weiß Ehrenhöfer zu berichten. Sie selbst hält Oberpullendorf für liebenswert, erhaltenswert so wie es ist und vor allem auch schätzenswert. Besuchern würde sie daher eine „Stadtrundfahrt“ mit einem kompetenten „Reiseführer“ empfehlen.

Persönliches
  • Name:Waltraud Ehrenhöfer
  • Jahrgang: 1947
  • Beruf:Lehrerin außer Dienst
  • Familie: Ehemann Wolfgang ( Lehrer außer Dienst), 2 Kinder: Sohn Joachim (Archäologe, wohnt mit seiner Familie in Lanzarote), Tochter Renate (abgeschlossenes Studium am Mozarteum Salzburg)
  • Hobbys: lesen, malen (zahlreiche Ausstellungen mit Schwerpunkt Seidenmalerei und Batikarbeiten im In- und Ausland), Projekte planen
  • Ich lebe in Oberpullendorf seit1952
  • Oberpullendorf in drei Worten: liebenswert, erhaltenswert. schätzenswert
  • Mein Lieblingsplatz in Oberpullendorf:mein Garten, der Steinbruch
  • Was ich mir für Oberpullendorf wünsche… eine liebevollere Gestaltung vor den Geschäften und öffentlichen Gebäuden, den Gehsteig und die Bepflanzungsinseln nicht als Abfalldepot verschandeln, widerrechtliches Radfahren auf den Gehsteigen umgehend bestrafen, Aufsicht und Gärtner im Friedhof (entweder engagiert von der Stadtgemeinde oder in Eigenregie)
  • Wenn ich gerade nicht in Oberpullendorf bin, bin ich am liebsten ...Ich bin immer dort am liebsten, wo mein Mann oder meine Kinder sind