Sieggraben: Diskussion um Baugründe am Wolfsgrabenweg
Sieggraben
Die Sieggrabener SPÖ wirft der ÖVP vor, neue Bauplätze im Bereich des Wolfgrabenweges zu verhindern. Statt ursprünglich zwölf sollen nunmehr nur mehr zwei Grundstücke zu Bauland umgewidmet werden. Geht es nach der ÖVP, so ist der Kanal nicht für so viele Häuser ausgelegt.Zur Zeit läuft ein Umwidmungsverfahren.
SPÖ will Bauland für Jungfamilien am Wolfgrabenweg anbieten. ÖVP befürchtet Hochwasser bei den darunterliegenden Häusern.
© Google Earth, zVg
Gemeindebauplätze garantieren günstiges und leistbares Bauland für maximal 50 Euro pro Quadratmeter, eine geregelte Bebauung sowie eine Bauverpflichtung innerhalb von fünf Jahren oder einen Rückverkauf. Vor Kurzem landete ein Schreiben in den Postkästen der SiegrabenerInnen, in dem die SPÖ die prekäre Baulandsituation im Ort zum Thema machte und der ÖVP vorwarf, neue Bauplätze zu verhindern. „Endlich leistbares Bauland in unserer Gemeinde zu haben, das ist seit Jahren Anliegen der SPÖ Sieggraben und von Bürgermeister Andreas Gradwohl. Immer wieder überlegte sich die SPÖ Konzepte. Das letzte rund um zwölf Bauplätze im Bereich Wolfsgrabenweg. Doch nach einer Interessensvertretung verhindert nun die ÖVP rund um Vizebürgermeister Anton Taschner die Schaffung dieser Bauplätze“, steht auf dem Postwurf zu lesen. „Die Interessensgemeinschaft stellt sich gegen die Bauplätze. Offiziell hat sie Angst, dass es im dortigen Gebiet zu Hochwasser bei den bestehenden darunterliegenden Häusern kommen könnte. Ich möchte festhalten, dass Bauland nur dann entstehen wird, wenn die dort befindlichen Häuser keinen Nachteil erleiden“, verspricht Bürgermeister Andreas Gradwohl.
„Für die SPÖ Sieggraben heißt es nun zurück zum Start, um neues, leistbares Bauland zu schaffen. Mit der Hilfe von ÖVP ist dabei nicht zu rechnen. Persönliche Befindlichkeiten haben dies immer verhindert. Die ÖVP hat kein Interesse an der Schaffung von günstigen Bauplätzen und ignoriert den Wunsch vieler junger Menschen, die sich in unserer Heimatgemeinde eine Zukunft aufbauen möchten“, steht weiters im Postwurf zu lesen.
ÖVP-Vizebürgermeister Anton Taschner sagt dazu in seiner Stellungnahme: „Etwa zehn Häuser sind davon betroffen und 40 Unterschriften kamen gegen das Bauland zusammen. Der Kanal ist nicht für so viele Häuser ausgelegt, außerdem befinden sich in dem Baugebiet seltene Pflanzen die geschützt werden müssen. Ursprünglich waren am Wolfsgrabenweg zwölf Bauplätze vorgesehen. Jetzt handelt es sich aber nur mehr um zwei Plätze, die zu Bauland umgewidmet werden sollen, weil die Grundbesitzer der anderen Grundstücke Eigenbedarf angemeldet haben. Zur Zeit läuft ein Umwidmungsverfahren.“