Illmitz: Andreas Tschida tritt für queere Rechte ein

SoHo Österreich

Die Bundeskonferenz der SoHo Österreich wählte am vergangenen Samstag den Bundesvorstand neu. Dabei wurde der Illmitzer Andreas Tschida mit knapp 99 Prozent der Stimmen zum stellvertretenden Bundesvorsitzenden gewählt.

SoHo Bundesvorsitzender NR Mario Lindner zusammen mit seinem Stellvertreter Andreas Tschida.

SoHo Bundesvorsitzender NR Mario Lindner zusammen mit seinem Stellvertreter Andreas Tschida.

© zVg / SoHo Burgenland

Andreas Tschida engagiert sich schon seit geraumer Zeit für die Rechte der LGBTIQ+ Community - immerhin hat er die SoHo Burgenland im Juni 2022 selbst gegründet und ist seither auch ihr Landesvorsitzender. Nach der Wahl am vergangenen Wochenende ist der 36-Jährige nun auch der stellvertretende Bundesvorsitzende.

Gratulation von Radlspäck und Friedl

„Wir gratulieren dem burgenländischen Vorsitzenden Andreas Tschida zur Wahl zum stellvertretenden Bundesvorsitzenden der SoHo Österreich. Die sozialdemokratische LGBTIQ+ Organisation repräsentiert die gelebte Vielfalt im Burgenland und setzt sich für Menschenrechte, Gleichstellung und Respekt ein. [...] Mit Andreas Tschida haben wir nicht nur im Burgenland, sondern jetzt auch österreichweit einen würdigen Repräsentanten“, erklären die SPÖ Landesgeschäftsführer Friedrich Radlspäck und Kevin Friedl.

SoHo steht für Sozialdemokratische Homosexuellenorganisation und ist als solche auch Teil der SPÖ, bundesweit gibt es diese bereits seit rund 31 Jahren. Ungeachtet dessen ist das Thema der Diskriminierung laut Tschida leider nach wie vor ein allgegenwärtiges.

„Da gibt es auch noch starke Berührungsängste mit dem Thema. Wir wollen da dagegen arbeiten, das Thema sichtbar machen und die Menschen aufklären. Tatsächlich haben die wenigsten ein Problem damit, wenn man im direkten Gespräch ist und die Anliegen der Community erklärt - es geht schließlich nicht darum, jemandem Rechte wegzunehmen, sondern darum, als Mitglied der LGBTIQ+ Community dieselben Rechte wie alle anderen zu haben“, so Tschida.

Helpline für Fragen steht allen offen

Laut ihm hat die SoHo Burgenland aktuell an die 60 Mitglieder. Diese hat auch eine sogenannte Helpline eingerichtet, an die sich grundsätzlich jeder mit themenspezifischen Fragen wenden kann. Ein Beispiel wäre etwa eine jugendliche Person die vor dem Coming-out steht und davor gerne eine Ansprechperson hätte. Die Helpline kann via Mail unter buntesburgenland@soho.or.at erreicht werden.

Abschließend führt Tschida aus: "Ich möchte, dass jeder Mensch in diesem Land so leben kann, wie er ist, ohne Angst, ohne Scham und ohne Barrieren. Niemand soll das Gefühl haben, weniger wert zu sein."